06.01.2016 Michael Schröder

DAX verliert erneut: Charttechnische Unterstützung hat aber gehalten

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DAX
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Die leichte Erholung des Dax am Vortag hat sich zur Wochenmitte als Strohfeuer erwiesen. Der deutsche Leitindex schloss am Mittwoch 0,93 Prozent tiefer bei 10.214 Punkten. Für den DAX steht seit Jahresstart damit ein Verlust von rund fünf Prozent zu Buche. Eine wichtige charttechnische Unterstützung konnte indes verteidigt werden.

Insbesondere die Entwicklung der wichtigen chinesischen Wirtschaft bereitet den Börsianern weiter Kopfzerbrechen. Nach zuletzt schlechten Signalen aus der Industrie enttäuschte am Mittwoch auch der Dienstleistungssektor. Belastend kam am Mittwoch der eskalierende Atomstreit mit Nordkorea hinzu. Überdies hielten die Spannungen zwischen den beiden wichtigen Ölförderländern Iran und Saudi-Arabien an.

Im Tagesverlauf rutschte der Leitindex zwischenzeitlich sogar auf 10.094 Zähler ab, fing sich dann aber wieder und konnte am Ende die massive charttechnische Unterstützung bei 10.114 Punkten verteidigen. Erweist sich diese Marke nicht als tragfähig, droht ein Rutsch unter die 10.000-Punkte-Marke. Die nächsten Haltemarken warten dann erst bei 9.560 oder sogar 9.300 Zählern.

Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen verbuchte zum Handelsschluss ein Minus von 1,18 Prozent auf 19.989,88 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX verlor 1,26 Prozent auf 1.787,52 Punkte. Der Euro gab weiter nach: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0742 (Dienstag: 1,0746) US-Dollar fest. 

Positive Signale lieferten die ADP-Arbeitsmarktdaten. Im Dezember wurden in der Privatwirtschaft rund 257.000 Stellen geschaffen. Die Prognosen lagen bei 198.000. "Die Fed dürfte sich anhand dieser Zahlen in der Einleitung der Zinswende bestätigt sehen", so der Tenor auf dem Parket. Die ADP-Daten sind ein gutes Omen für die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Fallen die Daten gut aus, dürfte sich die Fed in ihrer jüngst eingeleiteten Zinswende bestätigt fühlen. Am Abend gewährt die US-Notenbank noch Einblicke in das Protokoll ihrer letzten Sitzung.

(Mit Material von dpa-AFX)