13.08.2014 Stefan Sommer

DAX mit moderaten Gewinnen erwartet: Gold, BMW, E.on, Nordex im Fokus

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Gold
Trendthema

Nach dem Auf und Ab an den vergangenen beiden Handelstagen zeichnet sich für den DAX zur Wochenmitte eine freundliche Eröffnung ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 0,24 Prozent höher auf 9091 Punkte. Die Vorgaben aus Übersee liefern keine klaren Impulse. Während der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Dienstag etwas zulegte, fanden die Börsen Asiens keine gemeinsame Richtung. Neben den Krisenherden Ukraine und Nahost richten sich die Blicke auf die nach wie vor laufende Berichtssaison. Diese geht mit Zahlen unter anderem der DAX-Konzerne Merck KGaA und E.on weiter. Auf Konjunkturseite stehen am Vormittag Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone und am Nachmittag US-Einzelhandelsumsätze auf der Agenda.

Bestsellerautor und Goldexperte: Bei Gold wird manipuliert

Wird der Goldpreis manipuliert? Diese Frage stellen sich viele Anleger. Für Dimitri Speck, Autor und Gründer von Seasonax, liegt die Antwort auf der Hand: Ja. Ursprünglich seien es die Zentralbanken gewesen, die durch direkte Verkäufe den Goldpreis gedrückt hätten. Jetzt seien es vor allem Großbanken, die den Preis über die Comex drücken.

BMW-Aktie: Reihenweise Kaufempfehlungen

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für BMW von 102 auf 108 Euro angehoben. Der Autobauer habe insbesondere mit Blick auf das operative Ergebnis (EBIT) ein starkes zweites Quartal gezeigt, so Analyst Stefan Burgstaller. Allerdings dürften in der zweiten Jahreshälfte die Produktionskosten und ein ungünstigerer Produktmix wegen des neuen Mini auf der Profitabilität lasten. Zudem dürften die Erlöse im Vergleich etwa zu Konkurrent Daimler stagnieren, weshalb er das Aufwertungspotenzial der Aktie für begrenzt halte.

E.on: Zahlen in line – Aktie kaufen?

Die Analysten haben für die ersten sechs Monate einen Umsatz von 59,3 Milliarden Euro erwartet. Erlöst hat der Energiekonzern "nur" 56,1 Milliarden Euro. Das EBIT lag allerdings mit 3,24 Milliarden Euro über den Erwartungen der Experten (3,11 Milliarden Euro). Darüber hinaus bestätigte E.on-Chef Johannes Teyssen den Ausblick für das Gesamtjahr.

Nordex-Aktie stemmt sich gegen den Abwärtstrend

Der positive Newsflow hält an. In Polen entsteht der 37,5 Megawatt-Windpark "Orla". Hierfür wird Nordex weitere 15 Anlagen liefern. Das Projekt Orla wurde im Jahr 2008 von der Nordex-Gruppe initiiert und seit dem vorangetrieben. "Orla ist das erste von mehreren eigenentwickelte Projekt, das wir in Polen umsetzen", sagt Nordex-Vorstandsmitglied Bondo Krogsgaard.

(Mit Material von dpa-AFX)