16.12.2013 Michael Herrmann

DAX gibt Gas: Amazon, BMW, Commerzbank, Continental, Deutsche Telekom, Evotec, K+S, Nokia, Nordex und Siemens im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Der DAX hat am Nachmittag kräftig aufgedreht. Rückenwind verlieh unter anderem der Empire State Index. Mit einem knappen Plus von 0,98 Punkten fiel er deutlich schlechter als erwartet aus. Größte Gewinner im deutschen Leitindex waren die Commerzbank und die Deutsche Telekom. Beide Unternehmen punkteten mit positiven fundamentalen Nachrichten und kletterten im Tagesverlauf rund vier Prozent. Ganz so stark war das Plus des DAX nicht. Mit 1,7 Prozent hat aber auch der Index insgesamt einen seiner stärksten Tage in diesem Jahr hingelegt. Am Ende stand der Leitindex bei 9.160 Punkten. Damit hat er die wichtige Marke von 9.000 Punkten wieder ein gutes Stück hinter sich gelassen.

Amazon: Es wird weiter gestreikt

Schlechte Nachrichten für Amazon. Die Gewerkschaft Verdi weitet die Warnstreiks bei dem Onlinehändler im wichtigen Weihnachtsgeschäft massiv aus. So soll der Online-Versandhändler im Tarifstreit zum Einlenken gezwungen werden. Der am Montag begonnene Ausstand werde am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld bis einschließlich Mittwoch fortgeführt und in Leipzig bis einschließlich Freitag

BMW: Mit Vollauslastung ins neue Jahr

Die Werke des Autobauers BMW sind in diesem Jahr dank neuer Bestwerte bei den Verkaufszahlen voll ausgelastet. Wie eine Konzernsprecherin gegenüber der Branchenzeitung Automobilwoche mitteilte, liegt die Auslastung im Durchschnitt über alle Werke auf einem ähnlichen Niveau wie 2012.

Commerzbank dreht auf

Die Aktie der Commerzbank startet am Montag durch. Zur Tagesmitte gewinnt das Papier knapp drei Prozent. Neben dem positiv aufgenommenen Schiffsdeal gibt es einen weiteren Impuls. Ein Markteilnehmer verwies auf einen Artikel im heute erschienenen Spiegel. Darin ist von einer Abgabenpause für deutsche Banken die Rede: "Es sei durchaus möglich, dass deutsche Banken von der neuen Bankenabgabe für einen europäischen Abwicklungsfonds zunächst verschont blieben, heißt es im Bundesfinanzministerium (BMF)."

Continental & Co: Volle Auftragsbücher

Die gute Auftragslage bei den Autobauern lässt auch bei vielen Zulieferern wenig Raum für längere Pausen zum Jahreswechsel. Bei etlichen größeren Teilelieferanten fielen die Werksferien zu Weihnachten kurz aus, ergab eine Umfrage der Branchen- und Branchenzeitung Automobilwoche. Unter anderem liefen bei Continental in Regensburg viele Fertigungslinien für Fahrzeugelektronik durchgängig zwischen den Jahren.

Deutsche Telekom: US-Tochter vor Übernahme?

Medienberichten zufolge hat der US-Mobilfunkkonzern Sprint großes Interesse daran, die Telekom-Tochter T-Mobile USA zu kaufen. Entsprechende Szenarien werden Insidern zufolge bereits durchgerechnet.

Evotec: So handeln Sie jetzt richtig

Die Aktie von Evotec war in der vergangenen Woche nach einem Rückschlag in der Wirkstoffentwicklung und einer anschließenden Umsatzwarnung massiv unter Druck geraten. Dabei rutschte der TecDAX-Wert sogar unter die Unterstützung bei 3,48 Euro, dem 2011er-Jahreshoch. Zu Wochenbeginn setzt sich die Talfahrt nun zunächst fort. Derzeit notiert die Evotec-Aktie bei 3,37 Euro.

K+S: Die Bilanz fällt ernüchternd aus

Noch ist das Jahr nicht zu Ende. Doch schon heute ist klar: Die K+S-Aktie ist eine der großen Enttäuschungen des Jahres. Das Papier präsentierte sich schon in der ersten Jahreshälfte schwach. Als dann im Juli auch noch die Allianz zwischen Uralkali und Belaruskali platzte, brach das Papier völlig ein. Bis heute hat sich die Aktie davon nicht erholt.

Nokia: Analysten belasten den Kurs

Die Aktie des finnischen Technologiekonzerns Nokia fällt weiter zurück – jetzt rückt die Widerstandszone im Bereich von 5,30 Euro in den Blick. Spätestens hier sollte der Titel wieder nach oben drehen, andernfalls droht zunächst ein Rückschlag bis auf die 5-Euro-Marke. Darunter verläuft bei 4,87 Euro die 90-Tage-Linie, die es ebenfalls zu verteidigen gilt.

Nordex: Achten Sie auf die Marken

Die Aktie von Nordex sucht weiter nach einem tragfähigen Boden. Seit dem Hoch bei 14,40 Euro befindet sich der Highflyer der ersten zehn Monate in einer ausgedehnten Korrekturphase. Auch wenn sich die Talfahrt kurzfristig noch ein wenig ausdehnen könnte, mittel- und langfristig sind die Aussichten unverändert gut.

Siemens: Großauftrag und Pharma-Kooperation

Siemens darf sich über einen Großauftrag im schwierigen Geschäft mit Windanlagen freuen. Der US-Energieversorger MidAmerican hat auf einen Schlag 448 Turbinen bestellt. Mit einer Gesamtleistung von 1050 Megawatt ist das laut Siemens der größte Auftrag, der bislang für die Windkraft an Land erteilt wurde. Zudem wurde bekannt, dass Siemens bei der Diagnostik zukünftig stärker mit dem Pharmariesen Pfizer zusammenarbeiten will. Der deutsche Konzern werde demnach zu Pfizers Partnern gehören, die In-Vitro-Tests für die Verwendung in klinischen Studien entwickeln.