Antizyklisch investieren – mit diesen Top-Aktien
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21.01.2014 Jochen Kauper

DAX fährt Achterbahn: Deutsche Bank und Commerzbank-Schock überstanden, K+S-Aktie fällt weiter, RWE und E.on kommen nicht vom Fleck

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DAX

Im Zuge einer freundlichen Eröffnung der US-Börsen hat der Dax am Dienstag ein weiteres Rekordhoch markiert. Im Handelsverlauf lag der Dax dank robuster Konjunkturdaten im Plus, das positive Umfeld an der Wall Street schob das deutsche Börsenbarometer letztlich über die erst vergangenen Freitag gesetzte Bestmarke bei 9789 Punkten. Mit 9794,05 Punkten erreichte der deutsche Leitindex zwischenzeitlich den höchsten Stand seiner Geschichte. Im Anschluss musste der Dax die Gewinne aber wieder abgeben.

Marktanalyst Kornelius Barczynski vom Broker GKFX sieht den Blick der Anleger fest auf die Marke von 10.000 Punkten gerichtet. Die ZEW-Konjunkturerwartungen waren von Dezember auf Januar zwar überraschend etwas gefallen, blieben aber weiter auf hohem Niveau. Gleichzeitig verbesserte sich die Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage spürbar. In Asien hatte eine Geldspritze der chinesischen Notenbank am dortigen Bankenmarkt für Erleichterung gesorgt und die Kurse an den Börsen gestützt.

Commerzbank und Deutsche Bank: Schock verdaut

Bank-Aktien stehen einen Tag nach den enttäuschenden Zahlen und dem schwachen Ausblick im Fokus der Anleger. Beide Aktien können zulegen. Das liegt unter anderem an positiven Analystenkommentaren zur Deutschen Bank. Es gibt mehrere Kaufempfehlungen für den deutschen Marktführer.

E.on und RWE: Doch kein Comeback?

Die Aktien der beiden großen deutschen Energieversorger, E.on und RWE, wollen einfach nicht in die Gänge kommen. Alle Ausbruchsversuche sind bislang gescheitert. In einem Interview mit unserem Partnersender Deutsches Anlegerfernsehen DAF meldet jetzt ein Experte Zweifel an, ob ein solches Comeback überhaupt gelingen kann.

K+S: Droht ein Kursrutsch?

Die kritischen Stimmen zu der Aktie des Kali- und Salzproduzenten K+S wollen nicht verstummen. Nachdem in den vergangenen Tagen einige Analysten ihre Gewinnschätzungen erhöht haben, kommt jetzt erneut ein kritischer Kommentar: Die Aussichten für den Kalimarkt könnten zu optimistisch sein.

SAP: Das bedeuten die Zahlen
SAP hat als erster DAX-Konzern seine Jahreszahlen für 2013 vorgelegt. Der Walldorfer Softwarekonzern ist bei Umsatz und Gewinn weiter gewachsen. Bei der zukünftigen Margenentwicklung tritt SAP aber auf die Bremse. Was heißt das für die Anleger des Softwareriesen?


RWE: Es wird eng
Peter Terium hat einmal richtig Dampf abgelassen. Im Interview mit einer großen Wirtschaftszeitung hat der holländische RWE-Chef die deutsche Politik hart kritisiert. Der deutsche Strommarkt brauchend dringend umfangreiche Reformen. Ansonsten werde es schon bald sehr eng.


Commerzbank: Der Tag nach dem Schock
Die Anleger hatten am Montag ganz schön zu knabbern an den schwachen Zahlen und dem skeptischen Ausblick der Deutschen Bank. Am Dienstag entspannt sich die Lage wieder.


Nordex-Analyst: „Nur begrenzte Auswirkungen durch Gabriels Pläne“
Die Aktie des Windanlagenbauers Nordex stand gestern deutlich unter Druck. Grund waren Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die Förderung der Windkraft deutlich zu senken. Aber: Die Nachricht kam aber nicht überraschend und Auswirkungen der Einschnitte bei der Ökoenergie-Förderung auf das Geschäft von Nordex sind überschaubar.


Deutsche Telekom: Kein Download unter dieser Nummer
Die Deutsche Telekom will sich von den meisten ihrer Download-Dienste zurückziehen. "Geschäftlich sind diese Modelle sehr unter Druck", sagte Telekom-Manager Thomas Kiessling dem Handelsblatt. "Für uns macht eine Fortführung keinen Sinn mehr." Im Einzelnen sollen die Portale Gamesload, Musicload und Softwareload nicht mehr unter eigener Regie weitergeführt werden.

Behandelte Werte

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Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
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