Commerzbank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Commerzbank und Deutsche Bank: Der Schock ist verdaut - Analysten heben den Daumen

Bank-Aktien stehen einen Tag nach den enttäuschenden Zahlen und dem schwachen Ausblick im Fokus der Anleger. Beide Aktien können zulegen. Das liegt unter anderem an positiven Analystenkommentaren zur Deutschen Bank. Es gibt mehrere Kaufempfehlungen für den deutschen Marktführer.

Am Dienstagmittag liegt die Deutsche-Bank-Aktie mit 0,7 Prozent im Plus bei 37,49 Euro. Die Commerzbank-Aktie kann um 0,8 Prozent auf 13,04 Euro zulegen. Am Montag waren die Titel stark unter Druck geraten, nachdem die Deutsche Bank überraschend Zahlen vorgelegt hatte. Die Deutsche Bank hat ihren Überschuss zwar im vergangenen Jahr steigern können, allerdings verfehlte der deutsche Branchenprimus die Erwartungen der Analysten deutlich. Im vierten Quartal schrieb das Institut wieder rote Zahlen.

UBS überaus optimistisch

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Deutsche Bank nach überraschend vorgelegten Eckdaten zum vierten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 47 Euro belassen. Ertrag und Vorsteuerergebnis hätten auf bereinigter Basis seine Erwartungen verfehlt, meint Analyst Daniele Brupbacher in seiner Studie. Auch im laufenden Jahr sollte das größte deutsche Geldhaus noch einigen Gegenwind spüren. Dennoch habe er seine Gewinnprognosen (EPS) für die Jahre 2014 und 2015 unverändert gelassen.

Gegenwind

Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley hat Deutsche Bank nach überraschend vorgelegten Eckzahlen auf "Equal-weight" mit einem Kursziel von 41 Euro belassen. Die Auswirkungen des Abbaus von Fremdkapital, Rechtsstreitigkeiten und der nachlassenden Gewinndynamik im Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen (FICC) bliesen dem Institut entgegen, schrieb Analyst Huw Van Steenis in einer Studie. Entsprechend dürfte es schwer für den Aktienkurs sein, sich überdurchschnittlich zu entwickeln. Entscheidend für die weitere Entwicklung sei nun mehr Klarheit über die Kapitalisierungsanforderungen der US-Notenbank Fed an ausländische Banken.

47 Euro und 16 Euro

Die Deutsche Bank kommt mit ihren Aufräumarbeiten gut voran. Das sollte der Markt schon bald wieder honorieren und die Aktie wieder Fahrt aufnehmen. DER AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung für den Titel fest. Das Kursziel lautet 47 Euro, der Stopp sollte bei 30,50 Euro gesetzt werden.

Das Kursziel für die Commerzbank lautet 16 Euro. Der Stoppkurs sollte bei elf Euro platziert werden.

Mit Material von dpa-AFX

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Chart-Check Commerzbank: Mega-Kaufsignal voraus!

Die Aktie der Commerzbank hat zuletzt nicht nur der Deutschen Bank, sondern auch dem DAX die Rücklichter gezeigt: Der Kurs hat deutlich Mommentum aufgenommen. Neuen Schwung sollte die jüngste Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed am vergangenen Mittwoch verleihen. Die Fed hat angedeutet, die Zinsen … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Superreiche im Visier

Die Commerzbank will im Geschäft mit Superreichen mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro stark wachsen, so die Börsenzeitung. Dabei soll die Beratung weiterhin vor Ort stattfinden. Wie viele Superreiche die Commerzbank bisher betreut ist nicht bekannt, in Deutschland umfasst die Gruppe … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Commerzbank: Besser als der DAX

Durch die Aufregung rund um die Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank ist die Aktie der Commerzbank etwas in den Hintergrund getreten. Dabei hat sich der Titel seit rund einer Woche besser entwickelt als der DAX. Während der Leitindex zuletzt wiederholt an der Marke von 12.000 Punkten scheiterte, … mehr