Deutsche Bank
- Andreas Deutsch - Redakteur

Deutsche Bank: Enttäuschung ist groß - Aktie stark unter Druck

Die Deutsche Bank hat wegen ihrer zahlreichen Altlasten und einem schwachen Investmentbanking erneut eine schwache Jahresbilanz vorgelegt. Die Aktie verliert im frühen Handel fast fünf Prozent. Wie geht es weiter?

Zwar hat der Überschuss im Vergleich zu den extrem schwachen Zahlen von 2012 deutlich zugelegt, wie die Deutsche Bank am Sonntagabend überraschend bekannt gab. Allerdings verfehlte das Institut die Erwartungen der Analysten deutlich. Unter dem Strich stand nun ein Gewinn von 1,1 Milliarden Euro, nach 315 Millionen im Jahr 2012. Im vierten Quartal schrieb die Bank wieder rote Zahlen.

Teures Aufräumen

Die beiden Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen nannten als Hauptgrund für das schwache Abschneiden die teuren Aufräumarbeiten: "2013 war das zweite Jahr in Folge, in dem wir in das künftige Wachstum sowie die weitere Stärkung unserer Kontrollen investierten und Altlasten abarbeiteten." Die Deutsche Bank sei nun fitter, sicherer und ausgewogener geworden.

2015er-Ziele bleiben bestehen

Allein die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten etwa wegen windiger Hypothekengeschäften in den USA vor der Finanzkrise sowie der Beteiligung an den Manipulationen bei wichtigen Zinssätzen kosteten die Bank 2,5 Milliarden Euro. Für weitere Prozesse sind zusätzlich 2,3 Milliarden Euro zurückgelegt.

In der Mitteilung machten Jain und Fitschen zunächst wenig Hoffnung, dass es in diesem Jahr deutlich besser wird. „Wir erwarten, dass 2014 ein Jahr mit weiteren Herausforderungen und ihrer disziplinierten Bewältigung sein wird“, erklärten sie. „Wir sind jedoch zuversichtlich, unsere für 2015 gesetzten Ziele zu erreichen und unsere strategische Vision für die Deutsche Bank erfolgreich umzusetzen.“

Weiter ein Kauf

Die Enttäuschung der Börsianer am Montagmorgen ist groß. Kurzfristig wird die Aktie unter Druck bleiben. Sind die Zahlen verdaut, könnte sich die Abarbeitung kniffliger Themen im vierten Quartal sogar als förderlich für das Ergebnis im Jahr 2014 und die mittelfristige Kursentwicklung herauskristallisieren. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Kaufempfehlung für den Titel.

Mit Material von dpa-AFX

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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