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UniCredit erhöht Anteil weiter: Schlinge um Commerzbank zeiht sich zu

UniCredit erhöht Anteil weiter: Schlinge um Commerzbank zeiht sich zu
Foto: Julia Schwager/Commerzbank; Yuri/iStockPhoto
Commerzbank AG -%
Fabian Strebin Heute, 08:25 Fabian Strebin

Bevor das freiwillige Übernahmeangebot der Unicredit im Mai starten soll, sorgen die Italiener vorab wieder für Furore. Der Anteil der Mailänder an Deutschlands zweitgrößter Bank ist schon jetzt gestiegen, wie Pflichtmitteilungen zeigen. Die Commerzbank-Aktie gab gestern dennoch nach.

Die italienische Großbank Unicredit hat ihren Anteil an der Commerzbank weiter aufgestockt. Das Institut verfügt jetzt über 26,77 Prozent der Anteile und hat über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere 3,22 Prozent der Aktien, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht.

Damit kommt sie zusammen auf 29,99 Prozent. Zuletzt hatte sie noch bei 29,34 Prozent gelegen. Insgesamt wird nun sogar ein Anteil von 32,64 Prozent der Stimmrechte genannt. Die Differenz von 2,65 Prozent entfällt laut Finanzkreisen allerdings auf eine reine Preisabsicherung für den Erwerb weiterer Anteile.

Ab 30 Prozent müsste die Unicredit ein Angebot für die übrigen Commerzbank-Aktien abgeben. Die Italiener waren 2024 im großen Stil bei dem Frankfurter Geldhaus eingestiegen und haben ihren Anteil seither immer weiter erhöht. Mitte März kündigten sie schließlich ein freiwilliges Tauschangebot für sämtliche Commerzbank-Aktien an. Die Anteilseigner des Mailänder Instituts sollen am 4. Mai auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der dazu notwendigen Kapitalerhöhung zustimmen.

Anfang Mai dürfte das freiwillige Übernahmeangebot der Unicredit erfolgen, das den Anteil auf über 30 Prozent heben dürfte. Allerdings will Unicredit-CEO Andrea Orcel auch unter 50 Prozent bleiben, weil andernfalls regulatorische Prüfungen fällig werden würden. Die Schlinge um die Commerzbank zieht sich in jedem Fall zu.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Gestern schloss die Aktie den dritten Tag in Folge im Minus und steuert damit die 100-Tage-Linie bei 33,98 Euro an. Der GD50 bei 33,00 Euro ist noch etwas entfernter, wäre aus charttechnischer Sicht aber wichtiger. Es bleibt dabei, dass die Übernahmefantasie generell einen guten Schutz gegen sinkende Kurse bietet. Investierte Anleger geben kein Stück aus der Hand, der Stopp verbleibt bei 29,00 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

Enthält Material von dpa-AFX

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