Richemont beflügelt die Luxusbranche: Während die Aktie des Schweizer Schmuckriesen nach starken Quartalszahlen ein neues Rekordhoch markiert, legen auch LVMH, Hermès und Kering um rund drei Prozent zu. Für die Luxusgüterbranche ist es ein starkes Signal.
• Richemont steigert Umsatz im Q1 2026/27 um 17 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro.
• Schmucksegment legte um 21 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu.
• Deutsche Bank sieht „solides" Ergebnis als positives Signal für die gesamte Luxusbranche.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Plus 20 Prozent. Analysten hatten mit Erlösen von lediglich 5,9 Milliarden Euro gerechnet. Haupttreiber war erneut das Schmucksegment mit den Marken Cartier und Van Cleef & Arpels. Der Umsatz kletterte hier um 21 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro. Bei den Uhrenmarken IWC und Piaget fiel das Wachstum mit plus sechs Prozent auf 873 Millionen Euro etwas schwächer aus.
Diese Regionen laufen am besten
Auf regionaler Ebene stach vor allem Amerika hervor, wo der Umsatz um 27 Prozent zulegte. Aber auch Asien-Pazifik entwickelte sich erfreulich: Währungsbereinigt stand dort ein Plus von 21 Prozent zu Buche, wobei besonders China, Macau und Hongkong positiv überraschten, die allesamt wieder zweistellig wuchsen. Vor einem Jahr hatte die Region noch mit einer spürbaren Konsumschwäche zu kämpfen. Selbst im Nahen Osten und Afrika stand trotz geopolitischer Belastungen ein Umsatzplus von drei Prozent zu Buche.
Deutsche-Bank-Analyst Adam Cochrane sprach von einem „soliden Bericht", der ein positives Signal für die Branche insgesamt setze, und rechnet nun damit, dass die Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie deutlich nach oben angepasst werden.
Die Nachfrage nach Luxusgütern im obersten Preissegment ist weiterhin intakt. Die Richemont-Aktie steht derzeit nicht auf der Empfehlungliste. Deutliches Erholungspotenzial sieht DER AKTIONÄR dagegen beim High-End-Riesen Hermès. Mit dem Sprung über den GD50 ist die Aktie wieder auf Kurs Richtung Jahreshoch.
FAQs zu Richemont
Wie groß ist LVMH?
Richemont gehört zu den Top 4 der größten Luxuskonzerne weltweit – zusammen mit LVMH, Hermès und Kering. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 100 Milliarden Euro und einem Jahresumsatz von rund 20 Milliarden Euro ist Richemont zwar deutlich kleiner als LVMH, aber im Schmuck- und Uhrenbereich ist der Konzern der unangefochtene Weltmarktführer.
Welche Marken gehören zu Richemont?
Richemont gliedert sich in Schmuckhäuser (Cartier, Van Cleef & Arpels), Uhrenmarken (IWC, Panerai, Piaget, Vacheron Constantin u.a.) sowie das Online-Luxusgeschäft über die Plattform Farfetch.
Zahlt Richemont Dividende?
Für das Geschäftsjahr 2025/26 hat der Verwaltungsrat eine Gesamtdividende von 4,30 Schweizer Franken vorgeschlagen. Die Hauptversammlung findet am 9. September 2026 in Genf statt. Richemont schüttet die Dividende einmal jährlich aus.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH, Kering, Hermès.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH.
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