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ASML: Die Zahlen sind da

ASML: Die Zahlen sind da
Foto: NurPhoto/Jonathan Raa/picture alliance/dpa
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Michael Schröder Heute, 08:01 Michael Schröder
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ASML bleibt auf der Überholspur: Der niederländische Chipausrüster rechnet dank des KI-Booms mit noch besseren Geschäften im laufenden Jahr und hebt seine Prognose nach einem starken zweiten Quartal zum zweiten Mal an. Die Aussagen von Konzernchef Christophe Fouquet machen Lust auf mehr. Die Aktie dürfte ihre Rekordfahrt fortsetzen.

Im zweiten Quartal steigerte ASML den Umsatz überraschend stark auf gut 9,3 Milliarden Euro, nach knapp 8,8 Milliarden Euro im ersten Quartal. Die Bruttomarge stieg von 53 auf 54 Prozent und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen der Experten. Unter dem Strich verdiente der Konzern gut 2,9 Milliarden Euro, nach knapp 2,8 Milliarden Euro im Vorquartal. Besonders stark entwickelte sich das Geschäft mit Service- und Upgrade-Leistungen für bereits installierte Anlagen.

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CEO Christophe Fouquet erklärte, Investitionen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Fortschritte bei KI-Technologien trieben die Nachfrage nach fortschrittlichen Logik- und Speicherchips an. Die Kunden beschleunigten daher ihre Pläne zum Ausbau der Produktionskapazitäten. Dies führe zu umfangreichen Kundenaufträgen über das gesamte ASML-Produktportfolio hinweg und verschaffe dem Unternehmen eine bessere Sicht auf die längerfristige Nachfrage.

Der Auftragseingang war im ersten Halbjahr besonders stark. Aufgrund dieser Entwicklung plant ASML, die Produktionskapazität für Low-NA-EUV-Systeme, die 2026 bei etwa 65 Anlagen liegen soll, bis 2027 um rund 30 Prozent zu erhöhen. Für 2028 wird eine weitere Steigerung in ähnlicher Größenordnung geprüft. Die Kapazität für DUV-Immersionssysteme soll ausgehend von etwa 130 Anlagen im Jahr 2026 bis 2027 ebenfalls um rund 30 Prozent steigen. Zusätzlich erweitert ASML sein Angebot an Upgrade-Lösungen deutlich.

Der Ausblick macht Lust auf mehr: Für das dritte Quartal 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 11,0 und 12,0 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge zwischen 55 und 57 Prozent.

Für das Gesamtjahr wird der Konzern optimistischer: Der Umsatz soll nun 43 bis 45 Milliarden Euro erreichen. Erst im April hatte das Management seine Prognose auf 36 bis 40 Milliarden Euro angehoben. Die Bruttomarge soll mit 54 bis 56 Prozent nun ebenfalls höher ausfallen als die zuletzt erwarteten bei 51 bis 53 Prozent. Die neuen Zielwerte übertreffen auch die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Auch die bisherigen Schätzungen vom AKTIONÄR wurden deutlich übertroffen.

ASML (WKN: A1J4U4)

DER AKTIONÄR sieht sich in seiner positiven Einschätzung bestätigt: Die strukturellen Trends in der Branche sind intakt. Der KI-getriebene Investitionszyklus sorgt weiterhin für eine ungebrochen hohe Nachfrage. Das belegen die Zahlen und Aussagen des Vorstands eindrucksvoll. Die Aktie reagiert entsprechend freundlich auf die Zahlen und sollte – begleitet von frischen Analystenstimmen – wieder Kurs auf das Hoch bei 1.739,40 Euro und darüber hinaus nehmen.

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