18.05.2020 Thomas Bergmann

Banken, herhören! Allianz-Portal nimmt Formen an

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Allianz

Nach einem Bericht des Handelsblatt drückt die Allianz bei ihrer geplanten neuen Finanzplattform aufs Gaspedal. Der Chef des Allianz-Fintechs Iconic Finance, Bernd Storm van’s Gravesande, hat eine erste wichtige Kooperation für das Unternehmen geschlossen, dessen Angebote den großen Geldhäusern digitale Konkurrenz machen sollen. Der Allianz-Aktie können neue Impulse nicht schaden, ist der Trend etwas Besorgnis erregend.

Laut dem Bericht kooperiert Iconic Finance, das unter der Marke Heymoney antritt, künftig mit dem Münchener Start-up Aboalarm. Das Start-up wird Dienste zur Kategorisierung von Banktransaktionen, Erkennung von Verträgen sowie eine Möglichkeit zur Kündigung von Abonnements bei mehr als 25.000 Anbietern beisteuern.

Die Allianz will eine App entwickeln, "mit der Endkunden künftig ihre persönliche Finanzwelt einfach und sicher steuern können", gab Storm van’s Gravesande bereits Anfang des Jahres zu Protokoll. Heymoney soll ein komplettes Ökosystem für Finanzdienstleistungen werden. Auf der Plattform sollen Konten, Verträge und Versicherungen in einer App verwaltet werden können.

Allianz (WKN: 840400)

Neue Impulse kann die Allianz gut gebrauchen. Wegen der Corona-Pandemie leidet der Versicherer unter sinkenden Gewinnen. Die Aktie notierte zwischenzeitlich nur noch bei 140 Euro, nachdem vor Kurzem noch beinahe 180 Euro (vor ex Dividende) bezahlt wurden. Aus technischer Sicht sollte die Marke von 150 Euro zeitnah zurückerobert werden, um nicht weitere Anleger zu verlieren.

Der Kampf um den digitalen Kunden in der Finanzindustrie ist schon längst entbrannt. Die Allianz kommt etwas spät, doch mit reichlich Power. Mit der Marke Allianz könnte hier etwas Großes entstehen, das langfristig gute Gewinne zum Gesamtkonzern beisteuert. Genaues wird man aber erst in zwei bis drei Jahren wissen. Unabhängig davon bleibt die Allianz-Aktie – gerade auf dem niedrigeren Niveau – attraktiv. 

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Allianz .