24.07.2015 Werner Sperber

Gold: Panik! Verkaufen; Börsenwelt Presseschau IV

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DAX
Trendthema

Die Fachleute des Zertifikatejournals erinnern an die seit längerer Zeit schlechte Charttechnik für den Goldpreis. Von Sonntag auf Montag dieser Woche sackte die Notierung noch einmal deutlich um in der Spitze bis zu fünf Prozent ab. Die dabei erreichten rund 1.080 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) stellen den tiefsten Preis seit Februar 2010 dar. Gründe für diesen Absturz gibt es einige: Die chinesische Zentralbank hat erstmals seit April 2009 wieder bekanntgegeben, wie viel Gold sie besitzt. Das war den Analysten deutlich zu wenig, sie hatten teils doppelt soviel Edelmetall im Bestand der Chinesischen Zentralbank geschätzt. Die chinesischen Börsen korrigieren derzeit stark, wobei die Anleger viele Aktien auf Kredit gekauft haben. Die chinesischen Investoren haben der Nachrichtenagentur Reuters zufolge zum Wochenbeginn 33 Mal soviel Gold verkauft als sonst im Juli üblich war. Das Finanznachrichten- und Dienstleistungsunternehmen Bloomberg meldet, am vergangenen Freitag hätten Anleger in börsennotierten Goldfonds mit entsprechend 15,7 Tonnen so viel Gold verkauft wie seit zwei Jahren nicht mehr. Janet Yellen, Präsidentin des US-Notenbanksystems federal reserve system (fed), hält es aufgrund der wirtschaftlichen Lage in den USA für möglich, "irgendwann im Laufe des Jahres" die Zinsen etwas zu erhöhen. Steigende Zinsen machen das unverzinsliche Gold eher weniger attraktiv.

Mittelfristig könnte der Goldpreis also auf bis zu 1.000 Dollar je Unze sinken. Risikobereite Anleger sollten deshalb den nicht währungsgesicherten, endlos laufenden Put-Optionsschein (WKN VZ89GQ) der Bank Vontobel Europe AG auf Gold kaufen. Der Schein ist mit einer Basis und einer Totalverlust-Schwelle bei jeweils 1.281,96 Dollar je Unze und einem Hebel von derzeit 5,4 ausgestattet. Diese Anleger sollten allerdings einen Stoppkurs setzen.

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