Gesundheit ist der neue Reichtum. Für LVMH könnte genau darin der nächste Wachstumstreiber liegen. Während die Nachfrage nach Mode- und Lederwaren zuletzt an Schwung verloren hat, verlagern vor allem wohlhabende Konsumenten ihre Ausgaben zunehmend auf Produkte rund um das körperliche Wohlbefinden.
Der Markt ist gewaltig: Rund zwei Billionen Dollar gaben Verbraucher weltweit 2024 für Wellness-Produkte und -Dienstleistungen aus, von Ernährung über Fitness bis hin zu Beauty- und Longevity-Angeboten. Bis 2028 könnten es laut dem State of Fashion 2026-Report bis zu 2,5 Billionen Dollar werden.
Luxuriöse Wellness-Erlebnisse auf dem Vormarsch
Innerhalb des LVMH-Portfolios spielt Christian Dior eine Schlüsselrolle. Die Marke betreibt weltweit zehn Spas, vor allem in Luxusresorts. Im New Yorker Flagship-Store eröffnete Dior einen eigenständigen Spa-Bereiche und stieß damit erstmals in US-amerikanische Beauty-Services außerhalb von Hotels vor.
Dort bietet Dior unter anderem ein sogenanntes „Happiness“-Programm an, das mittels Lichttherapie die Ausschüttung von Serotonin und Dopamin stimulieren soll. Dior selbst spricht bereits von „Haute Wellness“.
Auch Produkte und Lifestyle-Angebote rücken in den Fokus. So brachte das Label Celine im vergangenen Jahr eine Pilates-Kollektion auf den Markt, inklusive einer mit Leder bezogenen Kettlebell für rund 3.000 Dollar. Hinzu kommt ein struktureller Trend: Mit der wachsenden Verbreitung von Abnehmmedikamenten steigt das Interesse an Krafttraining, Körperformung und enger geschnittenen Silhouetten. Branchenexperten erwarten daher eine stärkere Nachfrage nach körperbetonten Designs, die Fitness sichtbar machen.
Konkurrenz schläft nicht
Auch die Wettbewerber positionieren sich. Kering gründete gemeinsam mit L’Oréal ein Joint Venture zur Erkundung von Chancen an der Schnittstelle von Luxus, Wellness und Langlebigkeit. Prada setzt mit seiner Sportlinie Linea Rossa auf funktionale Performance-Ästhetik.
Die Luxusbranche wandelt sich und LVMH verfüt aufgrund seiner hohen Skalierung und Markenmacht über die besten Karten. DER AKTIONÄR bleibt für den Branchenprimus zuversichtlich. Bei einem nachhaltigen Ausbruch über die 650-Euro-Marke würde die Aktie ein neues Kaufsignal generieren. Die Aktie ist zudem Teil des AKTIONÄR-Depots.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH, Kering.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH.
LVMH-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
12.01.2026, 15:57