22.03.2018 Thomas Bergmann

Zinsentscheid, Ifo-Index, Handelskrieg - DAX vor schwierigem Handelstag

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DAX
Trendthema

Der neue Fed-Chef Jerome Powell hat wie erwartet den US-Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Man gehe auch weiterhin von insgesamt drei Zinsschritten in diesem Jahr aus, hieß es gestern Abend. Trotzdem haben die Aktienkurse nachgeben. Auf die Stimmung der Anleger drückt die Aussicht, dass die Zinsen in den Jahren 2019 und 2020 stärker steigen könnten.

Zunächst hatte der Dow Jones am Mittwochabend ein neues Tageshoch markiert, nachdem die Fed ihre Entscheidung kundgetan hatte. Nach reiflicher Überlegung setzte aber eine Verkaufswelle ein, die den Dow Jones am Ende 45 Punkte kostete. Das ist kein Crash, aber 300 Zähler weniger als beim Tageshoch.

Grundsätzlich ist das Meeting aber als positiv zu werten. Die Tatsache, dass 2018 nur noch zwei Zinsschritte folgen dürften, wird vielen Investoren gefallen. Zudem erwartet die Fed in diesem und im nächsten Jahr eine stärkere Wirtschaftsleistung.

Drohender Handelskrieg

Größere Sorgen bereitet da eher ein möglicher Handelskrieg zwischen den USA und China. In einem solchen Fall kann es nur Verlierer geben. Dass US-Präsident tatsächlich so weit geht, kann man sich kaum vorstellen, denn China ist der größte Gläubiger der USA.

Um 10:00 Uhr wird der Ifo-Index für März präsentiert. Er wird darüber Aufschluss geben, wie es um die deutsche Wirtschaft bestellt ist. Zuletzt gab es einen leichten Dämpfer - doch insgesamt dürfte das Bild positiv ausfallen.

Angesichts dieser Gemengelage wird der DAX es weiter schwer haben, seine seit Februar gültige Schiebezone zwischen 12.000 und 12.527 Punkten (auf Schlusskursbasis) zu verlassen. Aus Tradersicht sollte man deshalb weiter Geduld bewahren und auf ein neues Einstiegssignal warten.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
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