24.10.2016 Michael Schröder

Woche der Wahrheit: 8 DAX-Konzerne mit Zahlen - kommt das große Kaufsignal?

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DAX
Trendthema

Die neue Woche am deutschen Aktienmarkt könnte den DAX aus seiner Lethargie befreien. Impulse könnten in den kommenden Tagen von neuen, wichtigen Wirtschaftsdaten und von der nun auch in Deutschland startenden Berichtssaison kommen.

Mit seinem kontinuierlichen Anstieg in den vergangenen Tagen und dem Sprung über die Marke von 10.700 Punkten hat sich die Ausgangslage des DAX mittlerweile verbessert. Auslöser für einen Befreiungsschlag könnten gleich zu Wochenbeginn die Daten zur Wirtschaftsstimmung sein. Am Montag werden zunächst die Ergebnisse der Einkaufsmanager-Befragungen in Deutschland, der Eurozone, den USA und Japan bekannt gegeben. Der Höhepunkt unter den Stimmungsdaten folgt am Dienstag mit dem Info-Geschäftsklima-Index, der als wichtigster Stimmungsindikator für die deutsche Wirtschaft gilt. Sollte er erneut stark ausfallen, könnte das für viele Anleger ein Grund sein, Aktien zu kaufen.

Weitere Stimmungsdaten stehen zudem am Mittwoch mit dem GfK-Konsumklima an, das die Kauflaune deutscher Privathaushalte widerspiegelt sowie mit weiteren Einkaufsmanager-Daten aus den USA. Am Freitag schließlich rückt vor allem das Wirtschaftswachstum in den USA in den Fokus, das sich im dritten Quartal nach Einschätzung der Helaba-Analystin

Claudia Windt beschleunigt haben sollte. Die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürften zeigen, "dass die Wirtschaft in den USA wieder zu einem Wachstum über Potenzial zurückgefunden hat", erwartet sie. Das wiederum dürften Anleger als Bestätigung für einen Zinsschritt im Dezember durch die US-Notenbank sehen, über den bereits seit langem spekuliert wird. Vorher sollte aber, egal wie gut sämtliche US-Wirtschaftsdaten ausfallen - noch alles beim Alten bleiben, denn im November steht in den USA zunächst einmal die Präsidentschaftswahl an.

Zudem kommt in der neuen Woche die Berichtssaison in Deutschland in Fahrt. Unter den 30 DAX-Werten steht am Mittwoch zunächst der Chemie- und Pharmakonzern Bayer im Blick. Nach einer Investorenkonferenz im September dürfte der Quartalsbericht Analysten zufolge aber nicht mehr viel Neues beinhalten.

Mit der BASF, Fresenius, FMC, Deutsche Börse, Volkswagen und der Deutschen Bank folgen am Donnerstag sechs weitere DAX-Unternehmen. Die Blicke dürften sich dabei vor allem auf das bei den Anlegern in Ungnade gefallene Bankhaus richten. Im höchst turbulenten dritten Quartal ist das Institut nach Einschätzung von Analysten wieder in die roten Zahlen gerutscht. Am Freitag legt dann noch der Gasekonzern Linde sein aktuelles Zahlenwerk vor.

Was sagt die Charttechnik? Erst wenn der Leitindex die horizontale Hürde bei 10.802 Punkten nachhaltig überwunden hat, kann man von einem Befreiungsschlag für die Bullen sprechen. Dann wiederum könnte es schnell weiter in Richtung 11.480 Punkte gehen. Auf der Unterseite bleibt vorerst alles beim Alten. Neben den zahlreichen horizontalen Unterstützungen ist die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 10.020 Punkten verläuft, die eigentlich markante Unterstützung. DER AKTIOÄR hat mit einem Hebelzertifikat bereits in der Vorwoche einen Fuß in die Tür gestellt.

(Mit Material von dpa-AFX)

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