15.06.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: Potenzial bald ausgeschöpft?

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DAX
Trendthema

Die Aktie von Wirecard hat in dieser Woche gute drei Prozent zugelegt und dabei zeitweise die charttechnische Hürde im Bereich von 150 Euro ins Visier genommen. Die Erholung von der Talfahrt zu Jahresbeginn läuft. Zumindest die Analysten der Schweizer UBS trauen der Aktie auf Sicht der nächsten zwölf Monate allerdings nicht mehr allzu viel Luft nach oben zu.

Für die Investoren sei der Ausgang der Ermittlungen gegen den Zahlungsabwickler in Singapur das bei weitem wichtigste Thema, so UBS-Analyst Hannes Leitner. Erst danach folgten langfristige Wachstumsaussichten, Barmittelzuflüsse und Chancen aus der Kooperation mit Softbank. Insofern überrasche es nicht, dass die Grundstimmung der Investoren in den vergangenen sechs Monaten von sehr positiv auf neutral gesunken sei.

Leitner selbst bleibt jedoch grundsätzlich optimistisch und hat sein „Buy“-Rating für die Wirecard-Aktie mit einem fairen Wert von 160 Euro bestätigt. Viel Luft nach oben traut er dem Kurs damit allerdings nicht zu: Vom Schlusskurs am Freitag sind es noch gute sechs Prozent bis zum Kursziel.

Bis zu 77 Prozent Luft nach oben?!

Andere Analysten sind da bullisher. Erst in dieser Woche hat die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 200 Euro bestätigt und die Wirecard-Aktie auf die Auswahlliste „German Stock Ideas“ gesetzt. Die Privatbank Berenberg hat die Papiere des Zahlungsabwicklers derweil mit einem „Buy“-Rating und einem fairen Wert von 210 Euro wieder in die Bewertung aufgenommen.

Gemessen am Konsensziel von 191,35 Euro trauen die Analysten der Aktie auf 12-Monats-Sicht im Schnitt noch rund 28 Prozent Aufwärtspotenzial zu. Als größter Bulle unter den 29 Analysten, die laut Bloomberg die Wirecard-Aktie covern, sticht Alexandre Faure von Exane BNP Paribas heraus: Sein Kursziel von 265 Euro signalisiert noch fast 77 Prozent Luft nach oben.

Kaufempfehlung bestätigt

Ganz so optimistisch ist DER AKTIONÄR zwar nicht, das Kursziel von 200 Euro lässt aber dennoch genügend Spielraum für investierte Anleger und Neueinsteiger. 

Mit Material von dpa-AFX.

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