15.11.2018 Nikolas Kessler

Wirecard: Die 1,3-Milliarden-Euro-Frage

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Wirecard

Wirecard ist zuletzt weiter kräftig gewachsen – der gestern veröffentlichte, endgültige Quartalsbericht belegt dies. Fast genauso stark wie Transaktionsvolumen, Umsatz und operativer Gewinn ist dabei allerdings auch die Verschuldung des Zahlungsabwicklers angestiegen. Für die Aktie geht es heute nur moderat bergauf.

Die Brancheninsider von finanz-szene.de sind bei ihrer Analyse des Q3-Berichts auf einen deutlichen Anstieg der Verschuldung von Wirecard gestoßen: die lang- und kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten sind seit Jahresbeginn um 23 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro gestiegen – trotz üppigen Cashflows, wie es im heutigen Newsletter heißt.

Während Wirecard den Anstieg speziell der langfristigen Verbindlichkeiten mit der „planmäßigen Überführung der für die im Vorjahr getätigten Übernahmen aufgenommenen Bridge-Loans in das bereits bestehende Konsortialdarlehen“ begründet, geht aus dem Bericht nicht hervor, wer die kreditgebenden Institute sind.

Aktie auf der Watchlist

Obwohl die Analysten von Barclays, Commerzbank, Goldman Sachs und UBS heute ihre Kaufempfehlungen mitsamt der teils luftigen Kursziele bestätigen, kommt die Aktie mit einem Plus von einem Prozent nur moderat voran. Trotz der Prognose-Erhöhung war der Kurs am Mittwoch um rund fünf Prozent eingebrochen, die Korrektur des DAX-Neulings setzt sich damit fort. Anleger sollten die weitere Entwicklung zunächst von der Seitenlinie aus beobachten.

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