Sieben neue Highflyer: Nach Apple, Tesla & Co
20.01.2020 Nikolas Kessler

Wirecard: Der nächste Schritt Richtung China – was macht die Aktie daraus?

-%
Wirecard

Nach kräftigen Kursgewinnen in der Vorwoche ist die Wirecard-Aktie am Freitag zeitweise spürbar unter Druck geraten. Bis zum Xetra-Handelsschluss konnte sie das Minus jedoch bereits auf 0,74 Prozent begrenzen und am Montagmorgen an die Aufwärtsbewegung anknüpfen. Dabei helfen auch operative News.

Der Zahlungsabwickler meldet am Montag eine neue Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen EasyTransfer zur Entwicklung einer neuen Mobile-Payment- und Loyalty-App, die sich speziell an chinesische Studenten richtet, die außerhalb Chinas studieren.

EasyTransfer ermöglicht es internationalen Studenten aus China, ihre Studiengebühren digital zu begleichen. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in über 30 Ländern aktiv und hat in den vergangenen zwei Jahren ein Wachstum von 829% beim Transaktionsvolumen und 1.079% bei der Gesamtzahl der Transaktionen verzeichnet. Pro Jahr werden rund 3,8 Milliarden Dollar per EasyTransfer überwiesen.

Payment- und Loyalty-Dienste auf der Wirecard-Plattform

Künftig will das Unternehmen seinen Nutzern weitere Payment-Funktionen anbieten – etwa für Zahlungen im Internet und in Geschäften oder für Peer-top-Peer-Transaktionen. Dabei setzt EasyTransfer auf die volldigitale mobile Zahlungsplattform von Wirecard.

„Unser Ziel ist es, uns als führenden Finanzdienstleister für die mehr als 1.800.000 Chinesen zu etablieren, die im Ausland studieren“, erklärt Yutong (Tony) Gao, President von EasyTransfer. „Die Expertise von Wirecard im internationalen Zahlungsverkehr ist für uns unerlässlich, um dieses Ziel zu erreichen.“

Frische Impulse für die Erholungsrallye

Nach der Übernahme von Allscore und einer Parnterschaft mit YeePay ist die Kooperation mit EasyTransfer für Wirecard ein weiterer Schritt auf den wachstumsstarken chinesischen Markt. Das kommt auch an der Börse gut an: Die Wirecard-Aktie startet am Montag als größter DAX-Gewinner in den Handel. Nach der Schrecksekunde am Freitag knüpft sie damit an die Aufwärtsbewegung der Vorwoche an.

Wirecard (WKN: 747206)

Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen. Auch mutige Neueinsteiger können weiterhin zugreifen und auf eine Fortsetzung des Comebacks setzen. Sollte Wirecard Ende Januar – wie in den Vorjahren – vorläufige Zahlen veröffentlichen, könnte dies kurzfristig für weitere Aufwärtsdynamik sorgen. 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6