Kurzzeitig herrschte am Mittwoch historischer Glanz an der New Yorker Börse. Der marktbreite S&P 500 knackte zum Handelsauftakt erstmals die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Punkten. Doch das Rekordniveau hielt dem Verkaufsdruck nicht stand. Am Ende schloss der Index mit einem minimalen Minus von 0,01 Prozent bei 6.978 Punkten fast unverändert.
Die US-Notenbank Fed lieferte unterdessen wenig neuen Treibstoff für die Kurse. Wie erwartet beließen die Währungshüter die Leitzinsen auf ihrem aktuellen Niveau. Der Grund: Die Inflation verharrt weiterhin über dem Zielwert, auch wenn sich der Arbeitsmarkt stabilisiert hat. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Zinssenkungen damit vorerst vom Tisch sind. Entsprechend verhalten reagierten die Anleger auf die Signale aus Washington.
Den Takt gaben stattdessen die Halbleiter-Werte vor. Texas Instruments sprang um fast 10 Prozent nach oben, nachdem sich die Nachfrage aus der Industrie und der Autobranche spürbar erholte. Auch Intel glänzte mit einem Kursplus von 11 Prozent. Währenddessen setzte Micron seine Rekordfahrt mit einem Zuwachs von gut 6 Prozent fort.
Unmittelbar nach dem offiziellen Handelsende verlagerte sich die Spannung auf die Quartalsberichte der Tech-Giganten. Hier zeigte sich ein gespaltenes Bild. Während die Anleger die Zahlen von Tesla und Meta mit deutlichen Kursaufschlägen feierten, geriet die Microsoft-Aktie nachbörslich unter Druck und verlor an Boden. Offenbar konnten die Ergebnisse des Software-Riesen die hohen Erwartungen der Anleger nicht vollständig erfüllen.
Im breiten Markt stach der Telekomkonzern AT&T mit einem Plus von 4,7 Prozent positiv hervor. Auch GE Vernova konnte um 2,7 Prozent zulegen. Weniger gut lief es für den Gesundheitskonzern Danaher: Hier drückten enttäuschende Nachrichten den Kurs um 4,8 Prozent ins Minus.
Enthält Material von dpa-AFX
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Heute, 22:45