Kurz vor dem Wochenende sorgt der Volkswagen-Konzern mit einer Gewinnwarnung wieder einmal für einen deutlichen Kursrückgang. Der Vorstand macht dafür eine Abschreibung auf den Firmenwert der Porsche AG, ein herausforderndes Marktumfeld (vor allem in China) sowie weitere Restrukturierungsaufwendungen verantwortlich.
Volkswagen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Konzernumsatz von etwa 315 Milliarden Euro. Damit würde der Umsatz ungefähr in der Mitte der bisherigen Prognosespanne liegen, die von einem Rückgang um drei Prozent bis zu einer unveränderten Entwicklung reicht. Im Vorjahr hatte der Konzern 321,9 Milliarden Euro erlöst.
Bei der operativen Umsatzrendite erwartet Volkswagen inzwischen nur noch einen Wert von bis zu 1,0 Prozent. 2025 hatte die Marge noch 2,8 Prozent betragen. Die bisherige Prognose lag zwischen 4,0 und 5,5 Prozent, während Analysten im Durchschnitt mit 4,1 Prozent gerechnet hatten.
Das operative Ergebnis wird im Geschäftsjahr durch Sondereffekte von insgesamt rund 10 Milliarden Euro belastet. Davon entfielen bereits 0,9 Milliarden Euro auf das erste Halbjahr 2026. Ohne diese Sonderbelastungen würde die operative Umsatzrendite im Gesamtjahr voraussichtlich bei etwa vier Prozent liegen.
An seiner Prognose für den Netto-Cashflow im Automobilbereich hält Volkswagen fest. Dieser soll weiterhin zwischen 3,0 und 6,0 Milliarden Euro liegen. Auch bei der Netto-Liquidität des Automobilgeschäfts bleibt der Konzern bei seiner bisherigen Einschätzung von 32 bis 34 Milliarden Euro für 2026. Als wesentliche Belastungsfaktoren nennt Volkswagen die nochmals schwierigeren Marktbedingungen – insbesondere in China – sowie den schnelleren Wandel der Nachfrage hin zu batterieelektrischen Fahrzeugen. Vor allem die Marken Audi und Volkswagen Pkw entwickeln sich deshalb schwächer als ursprünglich erwartet.
DER AKTIONÄR hält nach wie vor an seiner Einschätzung für die Anteilscheine von Volkswagen fest: Finger weg!
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..
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