Gute Zahlen zum dritten Quartal und eine Erhöhung der Gewinnprognose reichen nicht aus: Die Aktie von Verizon Communications gibt nach den Zahlen zum dritten Quartal deutlich nach. Das belastet auch die Anteile von T-Mobile US (amerikanische Tochter der Deutschen Telekom), die auf ein neues Mehrjahrestief durchgereicht werden.
Zwischen Juli und September steigerte Verizon den Umsatz um 1,5 Prozent auf 34,3 Milliarden Dollar und verfehlte damit etwas die Schätzung in Höhe von 34,7 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um gut acht Prozent auf 1,31 Dollar; erwartet wurden 1,27 Dollar pro Papier.
Im Mobilfunk-Bereich verzeichnete Verizon einen Zuwachs bei den Vertragskunden um 406.000 Stück. Dabei handelt es sich um das beste Ergebnis in einem dritten Quartal seit fünf Jahren. Damit übertrafen die Amerikaner die Erwartungen deutlich.
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr peilt der US-Telekom-Konzern nun ein Plus von 7,0 bis 7,5 Prozent auf 5,04 bis 5,06 Dollar an. Zuvor wollte Verizon ein bereinigtes Gewinnplus von 6,0 bis 7,0 Prozent erreichen. Auf Basis der aktualisierten Prognose errechnet sich damit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,5.
Trotz der guten Ergebnisentwicklung drücken die Marktteilnehmer den S&P-500-Wert zur Stunde knapp vier Prozent ins Minus. Zuletzt sind die Sorgen der Anleger gewachsen, dass Elon Musk perspektivisch mit SpaceX den klassischen Telekommunikationskonzernen einheizen könnte.
Auch die Aktie der Deutschen Telekom gab nach der Vorlage der Verizon-Ergebnisse weiter nach und ging mit einem Minus von knapp 1,5 Prozent am Montag aus dem Xetra-Handel.
Die Angst, dass Elon Musk mit SpaceX beziehungsweise Starlink den etablierten Telekommunikationsunternehmen signifikante Marktanteile streitig machen könnte, ist nach wie vor im Markt. Entsprechend sind die Anleger nervös und trennen sich trotz guter Ergebnisse von Verizon-Aktien. Anleger bleiben beim US-Wert an der Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Telekom, SpaceX.
SpaceX-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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