29.03.2019 Thomas Bergmann

US-Riese DowDuPont warnt erneut - BASF-Aktie kommt mit blauem Auge davon

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BASF
Trendthema

Der vor der Aufspaltung stehende US-Chemiekonzern DowDupont hat am Vorabend erneut eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgesprochen. Entsprechend schwach präsentiert sich die Aktie im US-Handel. Konkurrent BASF kann sich überraschend gut behaupten. Das jüngste Verlaufstief wurde nicht unterschritten.

Wie DowDuPont am Donnerstagabend nach Handelsschluss mitteilte, dürfte der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um einen hohen einstelligen Prozentwert sinken. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird aller Voraussicht nach im hohen Zehnerprozentbereich fallen. Als Gründe nannte DowDuPont kurzfristig aufgetretene Trends und Gegenwind in einigen wichtigen Bereichen wie Landwirtschaft und Materials Science.

BASF stabil

Trotz der Gewinnwarnung des großen Konkurrenten hält sich die BASF-Aktie heute stabil. Kurz vor Handelsschluss notiert der Kurs leicht im Minus. Doch nicht nur am heutigen Freitag schneidet BASF besser ab als der US-Rivale. Seit Jahresbeginn hat die BASF-Aktie DAX-konform knapp über acht Prozent zugelegt. In Euro notiert DowDuPont hingegen unverändert.

Grundsätzlich hängt bei den zyklischen Chemie-Aktien das Wohl und Wehe von den nächsten Konjunkturdaten ab. Anfang April wird eine Reihe von Kennzahlen veröffentlicht, die Aufschluss über den Zustand der Weltwirtschaft geben sollten. Wird alles nicht so schlimm wie befürchtet, sollte sich die Erholung bei BASF fortsetzen. Mit einer Dividendenrendite von 4,9 Prozent hätte das Unternehmen ein zusätzliches schlagendes Argument auf seiner Seite.

Dabeibleiben!

Wer bei BASF investiert ist, sollte die Position laufen lassen. DER AKTIONÄR sieht auf lange Sicht ein Kurspotenzial von rund einem Drittel. Der Stopp liegt zurzeit knapp oberhalb von 50 Euro.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BASF.