Die Comebacks nach Corona
09.12.2020 Carsten Kaletta

TUI: Termin unbedingt vormerken

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TUI

Mit Spannung fiebern die Anleger dem morgigen Tag entgegen: Dann wird TUI sowohl Zahlen fürs vierte Quartal als auch für das Gesamtjahr 2020 vorlegen. Dass die Zahlen angesichts der Corona-Krise alles andere als gut ausfallen, dürfte sonnenklar sein. Wichtiger ist für die Anleger, dass schnellstmöglich viele Menschen geimpft werden, damit sich der Reisemarkt wieder normalisieren kann. Die TUI-Aktie kann im Vorfeld des Termins leicht zulegen.


Konkret rechnen die von Bloomberg befragten Analysten fürs vierte Quartal (Juli, August, September) bei Umsätzen in Höhe von 1,58 Milliarden Euro einen Verlust von 767 Millionen Euro. Und mit Blick auf das Geschäftsjahr 2020 erwarten die Experten, dass der weltgrößte Touristik-Konzern 8,55 Milliarden Euro eingenommen hat und dabei unter dem Strich 2,41 Milliarden Euro Miese in den Büchern stehen.


Dass der Tourismus-Sektor 2020 einen Einbruch in historischem Ausmaße erfahren hat, belegen auch die jüngsten Zahlen vom Deutschen Reiseverband (DRV). So soll die Reisebranche in diesem Jahr 80 Prozent weniger eingenommen haben als im Vorjahr. Man hofft natürlich auf Nachholeffekte und die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffs. „Ich bin verhalten positiv, was das kommende Jahr betrifft", sagte Norbert Fiebig, Präsident des DRV am Dienstag in Berlin. "50 bis 60 Prozent der Umsätze des Rekordjahres 2019 sind hoffentlich drin  insbesondere wenn noch ein gewisser Nachholeffekt durch den Verzicht auf Reisen in diesem Jahr hinzukommt."

TUI (WKN: TUAG00)

Klar, die morgigen Zahlen werden tiefrot sein. Viel wichtiger ist deshalb der Blick nach vorn. Die entscheidende Frage: Wann sind ausreichend viele Menschen gegen das Corona-Virus geimpft, dass der viel zitierte Herdeneffekt einsetzt. Wer bei TUI investiert ist, setzt auf eine mittelfristige Gesundung des Reisemarkts – und damit auf das Comeback. Ganz wichtig: Wer bei der Wette mitmacht, setzt unbedingt einen Stopp--Loss-Kurs bei 4,10 Euro. 

(Mit Material von dpa-AFX)