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20.07.2018 Thomas Bergmann

Trump kritisiert Fed - China interveniert - DAX-Bullen auf dem Rückzug

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DAX

US-Präsident Donald Trump hat in einem CNBC-Interview die Zinserhöhungen der Federal Reserve kritisiert und damit am vorabend für neuen Gegenwind an den Aktienmärkten gesorgt. In Asien drehen die Börsen nach schwachem Beginn deutlich ins Plus. Angeblich wollen die chinesischen Behörden am Devisenmarkt intervenieren, um die Abwertung des Yuan zu stoppen. Der erhoffte Ausbruchsversuch im DAX über die wichtige 200-Tage-Linie lässt weiter auf sich warten.

"Ich bin nicht begeistert", sagte Trump bei CNBC in einem Interview am Donnerstag. Nach jeder Erhöhung wollten die Währungshüter die Zinsen weiter anheben. "Darüber bin ich nicht glücklich", erklärte er. "Aber gleichzeitig lasse ich sie machen, was sie für das Beste halten."

Die Reaktionen auf das Interview ließen nicht lange auf sich warten. Die Aktienkurse fielen, der Dollar verlor ebenfalls an Boden. Trump hat schon mehrmals versucht, den Dollar schwach zu reden, um die Wettbewerbsposition amerikanischer Firmen auf dem Weltmarkt zu verbessern.

Reversal in Asien

An den chinesischen Börsen gab es am Morgen ein starkes Reversal. Grund: Es heißt, die chinesischen Währungshüter würden am Devisenmarkt intervenieren, um die rasante Abwertung des Yuan zu stoppen. Der Shanghai Composite notiert zur Stunde bei +1,8 Prozent, der Nikkei verringert seine Verluste auf 0,3 Prozent.

Der DAX wird vorbörslich in etwa auf dem Stand vom Vortag gesehen. Damit bleibt die 200-Tage-Linie rund 120 Zähler oder ein Prozent entfernt. Sollte der DAX nicht zeitnah einen neuen Anlauf unternehmen, droht ein Bruch der Unterstützung bei 12.600 Punkten und in der Folge ein Rücksetzer bis 12.400 Zähler. Noch befindet sich der DAX im neutralen Bereich, weshalb DER AKTIONÄR keine Anpassung seiner Handelsstrategie (siehe aktuelles Heft) vornimmt.

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