Auf Titeljagd gehen mit diesen 11 Aktien
Foto: iStockphoto
16.03.2020 Maximilian Völkl

ThyssenKrupp: Die Lage spitzt sich zu – Aktie erneut -10%

-%
ThyssenKrupp

Das Wochenende hat keine Entspannung gebracht. Die Coronavirus-Pandemie spitzt sich weiter zu und verschärft auch die Situation bei ThyssenKrupp. Aufgrund der Managementfehler der Vergangenheit kämpft der Konzern ohnehin bereits ums Überleben. Immer mehr Anleger zweifeln daran, dass der Turnaround gelingt. Die Aktie bricht zu Wochenbeginn erneut um zehn Prozent ein.

Durch den Verkauf der Aufzugssparte bekommt ThyssenKrupp zwar mehr als 17 Milliarden Euro in die klammen Kassen gespült. Doch die schwache Bilanz und die Folgen der Corona-Krise könnten das Geld schneller aufzehren als gedacht. Zudem zeigen die schwachen Zahlen des Rivalen Salzgitter, wie problembeladen die Stahlbranche ist – ausgerechnet der Sektor, der beim MDAX-Konzern wieder zum Kerngeschäft werden soll.

Nach wie vor ist es schwer abzuschätzen, wie stark die Auswirkungen der Epidemie sind. Eine deutliche Abschwächung der Konjunktur würde die Stahlbranche aber hart treffen. Die ohnehin vorhandenen Überkapazitäten würden auf eine noch schwächere Nachfrage treffen, zudem wird die Autobranche als wichtiger Kunde besonders stark von der Krise getroffen. Da ThyssenKrupp zudem Milliarden in die maroden Stahlhütten investieren muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die eigenen Klimaziele zu erreichen, scheint aktuell schwer vorstellbar, wie das Stahlgeschäft den Turnaround schaffen soll.

ThyssenKrupp (WKN: 750000)

Die lukrativen Aufzüge sind verkauft, der Stahl steckt in einer tiefen Krise und auch das Komponentengeschäft sowie der Anlagenbau sind kaum in der Lage, die eigenen Kapitalkosten zu decken. Es ist ein explosives Gemisch, bei dem es um das Überleben des Industriekonzerns geht. Anleger sollten das Risiko nicht eingehen und im ohnehin äußerst schwierigen Marktumfeld an der Seitenlinie bleiben.

Buchtipp: Wie man Unternehmenszahlen liest

Alle Investment-Giganten der Gegenwart wurden von ihm inspiriert: In Benjamin Grahams jetzt auf Basis der Erstausgabe von 1937 neu aufgelegtem Kultklassiker vermittelt er komprimiert und leicht verständlich das Rüstzeug für eine faktenbasierte und werteorientierte Unternehmensanalyse. Die richtigen Schlüsse aus Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens ziehen? Graham zeigt, wie es geht. Mit einfachen Tests lernt der Leser, die finanzielle Situation eines Unternehmens zu beurteilen. Für den notwendigen Durchblick im Dschungel der finanzmathematischen Begriffe sorgen das umfangreiche Glossar und anschauliche Rechenbeispiele.

Autoren: Graham, Benjamin
Seitenanzahl: 176
Erscheinungstermin: 23.07.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-679-0