09.03.2017 Florian Söllner

"Tesla ist 5 Jahre hinter Zeitplan" Profitabler als BMW und Co?

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Tesla

Die Tesla-Aktie befindet sich seit drei Jahren in einem Seitwärtstrend. Der Ausbruch nach oben wurde nun erneut vertagt. Das liegt auch an Analysten, die skeptisch sind, ob Elon Musk seine ambitionierten Ziele erreicht. Nach 80.000 ausgelieferten Autos im Jahr 2016 will Tesla 2018 bereits 500.000 Elektroautos bauen. Jetzt unterstrich Morgan Stanley seine Zweifel daran. In einem neuen Kommentar schrieb Analyst Adam Jones: „Wir glauben nicht, dass die Firma vor dem Jahr 2024 jährlich eine halbe Million fertigen kann, was mehr als fünf Jahre hinter den Zielen von Tesla liegt.“ 2017 erwartet der Experte nicht mehr als 2000 produzierte Einheiten des neuen 35.000-Dollar-Autos Model 3. Gegenüber dem AKTIONÄR hatten bereits Auto-Legende Bob Lutz und Hedgefondsmanager Mark Spiegel erklärt, dass sie das Hochfahren der Massenproduktion vor dem Jahr 2018 für extrem unwahrscheinlich halten.

Das Model S, 3 und X gemeinsam würden 2020 erst zu einem Output von 400.000 Autos führen, so Morgan Stanley. Trotz dieser Einschätzung bleiben die Analysten bullish für die Aktie. Ein Grund: Der 2017 oder 2018 zu erwartende Kapitalbedarf sei eine Chance. Tesla habe bereits in der Vergangenheit Firmen wie Daimler, Panasonic oder Toyota ins Boot geholt. „Wir würden uns wundern, wenn Tesla nicht neue große Partner für sich gewinnen kann.“

Profitabler als BMW und Co?

Auch Bernstein glaubt trotz hoher Verluste und einer eskalierender Konkurrenzsituation für Tesla (von BMW, Ford, GM, Daimler, VW, Hyundai, Volvo, Jaguar, …) weiter an das Geschäftsmodell. „Elektroautos könnten in 20 Jahren bereits 40 Prozent des Automarkes ausmachen“, so die Analysten. Aufgrund der hohen Fertigungstiefe (gerade im Bereich Batterie durch die Gigafactory) könnte Tesla gegenüber den alten Herstellern einen Margenvorteil von rund 8 Prozent erreichen.

Chance Model 3 – Risiko Rivalen

DER AKTIONÄR setzt auf den großen Durchbruch des Elektroautos. Doch das bringt massive Konkurrenz mit sich, was sich ab 2019 zuspitzen und Tesla in Bedrängnis bringen könnte. Auch sind weiterhin Verschiebungen, was den Launch des Model 3 angeht, zu befürchten. Die hohe Fertigungstiefe ist eine Chance – wird aber zum Boomerang wenn es im freien Markt bessere Batterietechnologien als beim fixen Partner Panasonic gibt. Kurzfristig positiv ist jedoch die Spekulation, dass im Juni 2017 endlich der 3. Teil der Präsentation des neuen Tesla über die Bühne geht – und etwa dank neuer Lösungen für den Innenraum der Aktie noch einmal Rückenwind bringt.

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