Die Tesla-Aktie ist am Donnertag um 2,4 gefallen, nachdem der Elektroautohersteller seine geplanten Investitionen für das Jahr auf über 25 Milliarden Dollar erhöht hat. Damit will Elon Musk seine Vision vorantreiben, das Unternehmen in einen KI- und Robotik-Konzern umzukrempeln.
Heißt: Tesla steht vor einer deutlich intensiveren Investitionsphase. Der Kapitalbedarf steigt von 20 auf 25 Milliarden Dollar. Das Geld wird in KI und Robotik gesteckt. Morgan Stanley-Analyst Andrew Percoco sieht den Step von Elon Musk skeptisch, das Kurspotenzial für die Aktie hält er für begrenzt, da die Umsetzung langsamer voranschreiten könnte als erwartet. Eine andere Ansicht vertritt Dan Levy von Barclays. Seiner Meinung nach könnte die Investitionsphase langfristig KI-Chancen für Tesla eröffnen, allerdings lieferte der letzte Earnings Call kaum neue Impulse, so Levy.
Apropos Earnings Call. Die Ergebnisse überraschten positiv, so die Ansicht von Jed Dorsheimer, Analyst bei William Blair. „Musk trat jedoch ungewöhnlich vorsichtig auf und sprach von einem eher „langsamen und stetigen“ Fortschritt bei Robotaxis, Optimus und autonomem Fahren“, ergänzte Dorsheimer.
Tesla plant weiterhin den Produktionsstart von Cybercab, Tesla Semi und Megapack 3 im Jahr 2026 sowie den Aufbau einer größeren Optimus-Fabrik. Erste Produktionslinien werden laut Tesla bereits installiert. Das Cybercab soll langfristig die bestehende Model-Y-Flotte ersetzen. Darüber hinaus ist eine Partnerschaft mit SpaceX zum Bau der größten Chipfabrik der Welt geplant.
Die meisten Analysten honorierten zuletzt die solide operative Entwicklung von Tesla im Auftaktquartal. Der Fokus der Wall Street richtet sich allerdings auf den Wandel von Tesla von einem Hersteller von Elektroautos hin zu Robotik, Robotaxis und Chips. Ein extrem kapitalintensives Business.
Aus technischer Sicht hat sich das Chartbild wieder eingetrübt. Im Fokus steht die Unterstützungsrange zwischen 355 und 350 Dollar. Sollte diese fallen, liegt der nächste Support bei rund 335 Dollar.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 09:12