Kaum ist der historische Börsengang vollzogen, sorgt ein namhafter Wall-Street-Analyst für den nächsten Paukenschlag im Imperium von Elon Musk. Die Spekulation klingt atemberaubend: Er vermutet eine spektakuläre Fusion der beiden Unternehmen. Das sind die Hintergründe.
- Wedbush-Analyst Dan Ives sieht eine Chance von 80 Prozent für eine Fusion von Tesla und SpaceX innerhalb eines Jahres.
- Der Zusammenschluss soll Teil eines strategischen Masterplans zur Bündelung von Daten und künstlicher Intelligenz sein.
- SpaceX wird vom Experten als zukunftsweisendes KI-Unternehmen und nicht als reiner Raumfahrtkonzern eingestuft.
Anleger weltweit sind gerade vom Hype um das gigantische Börsendebüt von SpaceX gefesselt und nun lenken Experten den Blick bereits auf das nächste monumentale Szenario. Dan Ives, der renommierte Technologieanalyst von Wedbush Securities, hat in einem Interview mit dem Nachrichtensender Bloomberg eine gewagte Prognose aufgestellt. Seiner Einschätzung nach besteht eine Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent, dass Tesla und SpaceX innerhalb des nächsten Jahres miteinander verschmelzen werden. Ein solcher Zusammenschluss würde die weltweite Tech-Landschaft fundamental verändern.
Hintergrund dieser These ist das extrem erfolgreiche Marktdebüt von SpaceX. Die Platzierung zu einem Preis von 135 Dollar je Aktie war am Markt mehr als vielfach überzeichnet. Allein die Kleinanleger reichten Kaufaufträge über die astronomische Summe von 100 Milliarden Dollar ein. Ives bezeichnete den Börsengang als einen historischen Wendepunkt, nicht nur für das Raumfahrtunternehmen selbst, sondern ganz besonders für Elon Musk.
Laut dem Wedbush-Experten erwerben Anleger bei SpaceX im Grunde vor allem den sogenannten Musk-Faktor. Wer in der Vergangenheit vor zehn Jahren gegen Tesla und dessen schillernden Chef gewettet habe, sei historisch gesehen immer im Unrecht gewesen. Die potenzielle Fusion beider Konzerne sei Teil eines viel größeren strategischen Masterplans. Dabei gehe es vor allem um die Bündelung von Daten und künstlicher Intelligenz innerhalb des Musk-Ökosystems, um die Kontrolle des Milliardärs zu zementieren.
SpaceX sollte daher laut Ives weniger als klassisches Raumfahrtunternehmen begriffen werden, sondern vielmehr als ein reines Daten- und KI-Unternehmen. Diese ganze Entwicklung ordnet er der akutell vierten industrielle Revolution ein. Bereits in drei bis vier Jahren könnten weltraumbasierte Datenzentren zur Realität werden. Der Markt befinde sich an einem ähnlichen Wendepunkt wie einst beim Aufkommen des Cloud-Computings.
Die Vision einer Fusion von Tesla und SpaceX mag kühn klingen, doch im Kosmos von Elon Musk ist nichts unmöglich. Vorerst dürfte es aufgrund des niedrigen Free Floats bei SpaceX aber volatil weitergehen. Auf kurze Sicht ist die Aktie nur für Trader.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
Heute, 21:41