Tesla hat die Erwartungen für das zweite Quartal verfehlt. Der Umsatz lag mit 28,2 Milliarden Dollar zwar im Rahmen der Erwartungen, der bereinigte Gewinn je Aktie fiel allerdings mit 30 Cent pro Aktie weitaus niedriger aus. Die Wall Street hatte im Vorfeld 50 Cent pro Aktie auf dem Zettel. Deutsche Bank-Analyst Edison Yu reduzierte als Konsequenz sein Kursziel für die Aktie.
Tesla kommt beim groß angekündigten Plan von Firmenchef Elon Musk, den Elektroauto-Pionier auf Humanoide Roboter und selbstfahrende Robotaxis auszurichten, langsamer voran als noch vor wenigen Monaten in Aussicht gestellt. So sprach Musk im Rahmen der Vorlage der Q2-Zahlen nicht mehr von einer Serienproduktion des Humanoiden „Optimus“ in diesem Jahr. Musk begründete dies unter anderem mit der komplexen Entwicklung des humanoiden Roboters. Die Produktion werde deshalb nur langsam anlaufen.
Konsequenz: Deutsche Bank-Analyst Edison Yu reduzierte sein Kursziel für die Tesla-Aktie von 465 Dollar auf 420 Dollar. Etwas vorsichtiger wurde auch Joseph Spak von der UBS. Er nahm seine Gewinnschätzungen für Tesla für die Jahre 2026 bis 2028 zurück. Spak erwartet einen Gewinn je Aktie von 1,37 Dollar, 1,74 Dollar beziehungsweise 2,87 Dollar. Zuvor hatte der Auto-Experte mit 2,34, 2,95 beziehungsweise 3,77 Dollar gerechnet. Das Kursziel für die Tesla-Aktie nahm Spak von 442 Dollar auf 385 Dollar zurück.
Die Erwartungshaltung an Tesla war im Vorfeld der Q2-Zahlen sehr hoch. Grund dafür waren die vorab gemeldeten sehr guten Auslieferungszahlen. Die Aktie ist mit einem KUV von 12 und einem KGV von fast 200 für das Jahr 2027 nach wie vor sehr sportlich bewertet. Diese zu rechtfertigen braucht Tesla positive News in Sachen Cybercab, Optimus und der Terafab. Elon Musk konnte diese im Earnings Call im Zuge der Zahlen nicht geben. Viele Kurstreiber wurden auf der Zeitschiene erneut nach hinten geschoben. Ein Neukauf drängt sich auch nach dem Rücksetzer nicht auf. Unterstützung bekommt die Aktie in der Range zwischen 285 und 297 Dollar.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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