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Foto: Tesla
11.10.2021 Jochen Kauper

Tesla-Chef rührt am Tag der offenen Tür die Werbetrommel - Aktie nicht zu halten

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Tesla-Chef Elon Musk drückt aufs Gas. Spätestens im Dezember will der Tesla-Chef in Deutschland die ersten Elektroautos für Europa produzieren. Dies kündigte der Firmenchef am Samstag bei einem Tag der offenen Tür in seinem ersten europäischen Werk in Grünheide bei Berlin an. Morgan Stanley sieht in Tesla nach wie vor einen Profiteur der Energiewende.

Elon Musk hatte die sogenannte Giga Factory Ende 2019 angekündigt und in weniger als zwei Jahren errichtet. Dort sollen künftig etwa 12.000 Mitarbeiter bis zu 500.000 Elektroautos im Jahr bauen. Dabei sollen nach Unternehmensangaben möglichst viele Teile an Ort und Stelle produziert werden, um von Zulieferern unabhängig zu werden.

Bei einem Tag der offenen Tür in Tesla ersten europäischen Werk in Grünheide bei Berlin warb Musk für sein Projekt. Teslas Mission sei ein möglichst schneller Übergang zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz.

Besucher mit vorbestellten Tickets konnten das Werk besichtigen und auch im Tesla Model Y Probe fahren, das in Grünheide produziert werden soll. In der Fabrik laufen bereits Roboter auf Fertigungsstraßen im Testbetrieb.

Das Autowerk vor den Toren Berlins gilt als eines der wichtigsten Industrieprojekte in Ostdeutschland. Die Errichtungskosten veranschlagte Musk ursprünglich auf 1,1 Milliarden Euro, erklärte aber zwischenzeitlich, das Budget werde überschritten. Für die Batteriefabrik steht Tesla öffentliche Förderung in Aussicht, die nach Medienberichten ebenfalls 1,1 Milliarden Euro betragen könnte. 

Zuletzt hat die Schweizer Großbank UBS die Einstufung für Tesla auf "Neutral" mit einem Kursziel von 725 Dollar belassen. Der Tiefpunkt in der von Halbleiterknappheit geprägten Produktion sei aber vermutlich bereits erreicht und es sei angesichts starker Nachfrage Zeit, massiver auf Autowerte zu setzen. Tesla habe das Auslieferungsziel für 2021 wohl praktisch in der Tasche, so Analyst Patrick Hummel.

Einen Tick weiter aus dem Fenster lehnt sich Morgan Stanley. In einer aktuellen Studie von Morgan Stanley mit dem Titel "Going Green Across the Board" geht es darum die richtigen Titel herauszufiltern, die von der Abkehr von fossilen Brennstoffen profitieren, um eine drohende Klimakatastrophe abzuwenden.

Geht es nach den Experten von Morgan Stanley, wird sich die Abhängigkeit der Welt von fossilen Brennstoffen in den kommenden Jahrzehnten noch weiter verschärfen - und vor diesem Hintergrund sind die potenziellen Investitionsmöglichkeiten für Dekarbonisierungstechnologien erneut in den Fokus gerückt.

"Die Investitionsmöglichkeiten zur Finanzierung der Energiewende in den USA sind beträchtlich, da bis 2030 insgesamt 1,2 Billionen US-Dollar erforderlich sind, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, wovon nach unserer Einschätzung 1,1 Billionen US-Dollar technisch machbar sind", so die Analysten von Morgan Stanley.

Tesla ist die erste Wahl der Bank, wenn es um eine direkte Beteiligung an Automobilherstellern geht, da das Unternehmen eine führende Position im Ökosystem der Elektrofahrzeuge einnimmt. Das Kursziel der Experten lautet 900 Dollar.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Die letzten Auslieferungszahlen haben erneut gezeigt: Tesla ist der Trendsetter der Branche und führend in den Bereichen Elektroautos, Software und autonomes Fahren. Darüber hinaus ist Tesla vor wenigen Wochen sogar unter die Stromanbieter gegangen und schickt sich an, die nächste Branche aufzumischen. Basis der neuen Geschäftsidee von Musk ist die Softwareplattform „Autobidder“. „Dieses Bidding-System ist nur ein logischer Schritt in diese Richtung: eigene Solarinstallationen, Battery-Packs, und nun ein „Uber/Airbnb für Strom und Energieressourcen““, sagt Zukunftsforscher und Buchautor Mario Herger gegenüber dem AKTIONÄR.
Für die einen ist Tesla mit einem Börsenwert von umgerechnet 664 Milliarden Euro viel zu teuer, für die anderen – wie unter anderem Star-Investorin Cathie Wood von Ark Invest – ist Tesla nach wie vor ein Investment wert. Fakt ist: Der Aufwärtstrend ist weiterhin intakt. Trotz der aktuellen unruhigen Marktphase. Halten!

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