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Tappen Sie nicht in die Milliarden-Falle!

Tappen Sie nicht in die Milliarden-Falle!
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DER AKTIONÄR 11.05.2023, 11:45 DER AKTIONÄR

Zu viel Heimatliebe kostet Rendite – mit diesen 10 Aktien stellen Sie Ihr Depot ideal auf

Anleger sind Menschen und Menschen machen Fehler. Sie setzen zum Beispiel keine Stoppkurse und sitzen irgendwann auf hohen Verlusten. Oder sie verkaufen viel zu früh – und schauen dann an der Seitenlinie zu, wie ihre Aktien immer weiter steigen. Ebenfalls sehr ärgerlich: Sie hören auf Crashpropheten und andere Miesmacher, kaufen ewig lang gar keine Aktien und schauen neidisch auf die Kursgewinne der anderen.

Ein weiterer Fehler: zu wenig Streuung im Depot. Das trifft besonders auf die Deutschen zu, die zwar gern mehrheitlich (72 Prozent) lieber im Ausland Urlaub machen als zu Hause, aber am liebsten vorwiegend deutsche Aktien besitzen wollen. Laut einer Analyse der Whitebox Vermögensverwaltung flossen 58 Milliarden Euro (52 Prozent) der zwischen 2018 und 2022 getätigten Aktieninvestments in hiesige Titel. Aktuell liegt die Quote nach Whitebox-Berechnungen sogar bei 54 Prozent deutsche Aktien. Zu Beginn der Pandemie war es anders, da griffen die Deutschen vermehrt im Ausland zu und sorgten für eine Quote von immerhin 50/50. Vor allem in den USA gab es damals etliche Corona-Profiteure, deren Kurse durch die Decke gingen.

2022 dann die Wende: Die Deutschen investierten nur noch halb so viel in internationale Aktien wie in nationale, so Whitebox. Mit dem Börsenbeben im vergangenen Jahr stieg das altbekannte Bedürfnis nach mehr Sicherheit. Und mehr Sicherheit erhalten die Anleger offensichtlich, indem sie ihren Deutschland-Anteil erhöhen. Motto: Was nahe ist, ist vertrauenswürdiger.

Dieses Verhalten, in der Fachsprache Home Bias (Neigung, in der Heimat zu bleiben) genannt, war in den vergangenen Jahren ein richtig teurer Fehler, denn laut Whitebox brachten internationale Aktien von 2018 bis 2022 im Durchschnitt 11,8 Prozent Rendite ein, deutsche Aktien allerdings nur 1,8 Prozent. Dadurch verschenkten die Anleger fast 140 Milliarden Euro Rendite.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: DER AKTIONÄR will Ihnen deutsche Aktien nicht madig machen. Es geht ausschließlich um den optimalen Depot-Mix, die richtige Streuung. Das Verhältnis der in der Titelstory analysierten Aktien beläuft sich auf 40 Prozent deutsche Aktien zu 60 Prozent internationale Aktien. 40 und nicht weniger Prozent deswegen, weil der DAX mit einem 2023er-KGV von 11,7 sowohl historisch (10-Jahres-Durchschnitt: 14,2) als auch im internationalen Vergleich günstig bewertet ist und somit Aufholpotenzial hat. Die sechs anderen Aktien in der Titelgeschichte haben allesamt das Zeug, in den kommenden Monaten besser zu laufen als der DAX.

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