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02.08.2021 Benedikt Kaufmann

Take-Two nach Zahlen: Droht ein schwaches Jahr?

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Take-Two Interactive Software

Die Schätzungen der Analysten hat Take-Two in seinem ersten Geschäftsquartal (bis Juni 2021) zwar übertroffen. Doch die Prognose zeigt, dass sich Anleger im laufenden Fiskaljahr auf eine anhaltende Schwäche einstellen müssen. Die Aktie von Take-Two reagiert nachbörslich mit einem Kursverlust von bis zu fünf Prozent.

Der Umsatz im ersten Quartal konnte nicht mit der Performance aus dem Corona-Jahr mithalten und fiel um zwei Prozent auf 813 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte dagegen kräftig um 72 Prozent auf 1,30 Dollar. Analysten hatten nur mit Erlösen von 689 Dollar bei Gewinnen je Aktie von 0,89 Dollar gerechnet.

Die Prognose für das Gesamtjahr hat der Spieleentwickler trotz des besser als erwartet gelaufenen Quartals jedoch nicht angehoben. Für Wedbush-Analyst Michael Pachter ist dies nach dem deutlichen Earnings-Beat ein schlechtes Zeichen: „Das zeigt uns, dass die Dinge in den nächsten drei Quartalen schlechter laufen dürften als wir angenommen haben.“

Als Grund für die nur bestätigte Prognose nannte das Take-Two-Management die Verschiebung zweier Titel, die nun in das nächste Fiskaljahr fallen. Diese Verschiebung ändert zwar nichts an den Langfrist-Aussichten des gut aufgestellten Spiele-Portfolios. Gegenwind wird es jedoch seitens der Analysten geben, die nun die Gewinnschätzungen in ihren DCF-Modellen anpassen und womöglich zu niedrigeren Kurszielen kommen.

Hier geht's zum Quartalsbericht von Take-Two

DER AKTIONÄR meint: Verschiebung hin oder her, Langfrist-Aktionäre sollten der Aktie von Take-Two in der laufenden Konsolidierungsphase treu bleiben. Die Position erhöhen, sollten Anleger aufgrund der verhaltenen mittelfristigen Aussichten jedoch nicht. HALTEN!