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08.05.2019 Andreas Deutsch

Steinhoff: Riesiger Verlust - Aktie explodiert trotzdem

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Steinhoff

Auf diesen Termin hatte die Börse monatelang gewartet. Der südafrikanische Möbelhändler Steinhoff hat am Dienstag die Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt. Unterm Strich verbuchte das Unternehmen einen Milliardenverlust. Der Ausblick fällt düster aus – und trotzdem greifen die Zocker bei der Aktie zu.

Steinhoff hat 2017 mit einem operativen Verlust in Höhe von 3,7 Milliarden Euro abgeschlossen. Das gab der Konzern am Dienstagabend bekannt. 2016 hatte der Möbelkonzern noch einen operativen Gewinn von 278 Millionen Euro eingefahren.

Der Umsatz kletterte 2017 von 16,1 Milliarden auf 18,8 Milliarden Euro, was durch die Übernahme von Mattress Firm aus den USA und der britischen Poundland begünstigt wurde.

Der Ausblick fällt düster aus: Für 2018 und 2019 erwartet Steinhoff einen Umsatzrückgang. Grund dafür seien Verkäufe von Vermögenswerten, mehr Wettbewerb und einem schwachen Handelsumfeld.

Die Betriebskosten werden laut dem Unternehmen wesentlich höher sein und die Finanzierungskosten werden steigen. Allerdings arbeite Steinhoff daran, die Verwaltungskosten zu senken und weniger zu investieren, um den Cashflow zu stärken.

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Schwierige Zukunft

Wahrscheinlich ist es Letztgenanntes, das die Spekulanten am Mittwoch in Euphorie versetzt und die Aktie kräftig antreibt. Doch die Situation bei Steinhoff ist nach wie vor sehr schwierig. Zum einen belastet der Bilanzskandal, zum anderen ist der Handel mit Möbeln generell kein florierendes Geschäft. Finger weg!

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