Die Notierungen am Ölmarkt legen am Mittwoch wieder zu. Brent-Rohöl kostete im frühen Handel 115,72 US-Dollar je Barrel und damit fast zwei Prozent mehr als am Dienstag. Als Gründe galten der Zwischenstand der israelischen Parlamentswahl sowie Berichte über eine mögliche neue US-Militäraktion gegen den Iran nach den US-Zwischenwahlen im November.
Nach Auszählung etwa der Hälfte der Stimmen lag das rechtsreligiöse Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu laut Medienberichten vorn. Für eine Mehrheit im Parlament reicht der Vorsprung demnach bislang jedoch nicht.
Zusätzliche Nervosität löste ein Bericht des „Wall Street Journal“ aus. Demnach sollen die Vereinigten Staaten mehrere Golfstaaten gebeten haben, sich auf einen möglichen erneuten Einsatz gegen den Iran nach den Zwischenwahlen vorzubereiten. Die Zeitung stützte sich dabei auf informierte, nicht namentlich genannte Quellen.
Zahlreiche Risikofaktoren
Der Bericht verweist zudem auf Anzeichen, wonach Washington und Israel eine weitere Phase intensiver Kampfhandlungen erwägen. US-Präsident Donald Trump habe sich zwar noch nicht abschließend festgelegt, neige aber zu einem größeren Angriff nach dem Urnengang am 3. November.
Warren Patterson, Rohstoffstratege der ING, sagte gegenüber Bloomberg, Anleger berücksichtigten zunehmend das Risiko einer erneuten Eskalation. Der Markt reagiere weiterhin besonders sensibel auf die Lage am Persischen Golf. Entscheidend sei vor allem, ob die USA nach den Zwischenwahlen militärisch gegen den Iran vorgehen – und in welchem Umfang.
Darüber hinaus griffen die jemenitischen Huthi-Rebellen erneut Anlagen des saudischen Energieriesen Saudi Aramco an. Auch das sorgt für zusätzliche Nervosität an den Märkten.
Die anhaltend hohen Ölpreise lassen bei Energieriesen wie Repsol natürlich weiterhin die Kasse klingeln. Der spanische Konzern ist selbst nicht im Nahen Osten aktiv. Die Aktie ist außerdem noch relativ günstig bewertet und lockt mit einer stattlichen Dividendenrendite sowie einem attraktiven Chart. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 20,50 Euro belassen werden.
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