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Öl- und Dieselkrise: G7 greifen ein, wie geht es jetzt weiter?

Öl- und Dieselkrise: G7 greifen ein, wie geht es jetzt weiter?
Foto: pan demin/Shutterstock
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Thorsten Küfner 05.10.2026, 08:01 ‧ Thorsten Küfner
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Am Ölmarkt wuchs zuletzt erneut die Sorge vor Lieferengpässen. Doch auf der anderen Seite steuern nun die G7 mit der Freigabe von Reserven dagegen. Denn besonders knapp war zuletzt Diesel. Der Iran-Krieg und Störungen wichtiger Lieferwege hatten das Angebot an Treibstoffen aus Raffinerien verknappt. daher wurde nun gehandelt.

Am Freitag vereinbarten die G7, bis zu 100 Millionen Barrel Öl und Diesel aus strategischen Reserven freizugeben. Die Internationale Energieagentur soll die Maßnahme über vier Monate koordinieren. Ein großer Teil des Diesels soll bereits in den ersten 20 Tagen auf den Markt kommen. Zuvor hatte Washington die Europäer gedrängt, ihre Vorräte anzuzapfen. US-Präsident Donald Trump stellte zudem ein mögliches Verbot von Diesel-Exporten aus den USA in den Raum. Die G7 sagten daraufhin zu, keine Exportbeschränkungen einzuführen. Nach der Ankündigung gaben die Ölpreise nach. Europäische Dieselkontrakte fielen zeitweise um mehr als acht Prozent.

Am Wochenende nahm die Sorge vor einer weiteren Eskalation zu. Die Huthi erklärten, sie hätten mit Raketen und Drohnen Aramco-Anlagen in Riad und Khurais angegriffen. Saudi-Arabien bestätigte die Angriffe zunächst nicht. Gleichzeitig kündigte die jemenitische Regierung eine Offensive gegen die Huthi an. Damit rückten mögliche Störungen saudischer Öllieferungen wieder stärker in den Blick.

Zum Wochenstart wirkte die Aussicht auf zusätzliche Reserven und steigende Ölexporte aus dem Nahen Osten zunächst beruhigend. Brent kostete im frühen Handel etwa 102 Dollar je Barrel, US-Öl der Sorte WTI rund 90,50 Dollar. Auch Saudi-Arabiens deutliche Preissenkung für Öl-Lieferungen nach Asien dämpfte die Notierungen. Die Dieselknappheit ist damit aber nicht gelöst: Reserven können kurzfristig helfen, ersetzen jedoch weder unterbrochene Lieferwege noch fehlende Raffineriekapazitäten. In der EU wurde weiter über eine zusätzliche Freigabe durch einzelne Mitgliedstaaten beraten.

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Wirkliche Ruhe dürfte am Ölmarkt in Kriegszeiten vermutlich kaum eintreten. Doch immerhin gaben die Ölpreise gaben nach den jüngsten Maßnahmen nun etwas nach. Dies wiederum drückte auch die Aktienkurse von Energieriesen wie etwa Repsol nach unten. Letztlich bleiben die Aussichten für den breit aufgestellten Konzern aber weiterhin gut. Die Spanier dürften auch noch bei deutlich niedrigeren Ölpreisen satte Gewinne scheffeln. Die günstig bewertete Dividendenperle bleibt attraktiv (Stopp: 20,50 Euro). 

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