27.07.2014 Maximilian Völkl

Sky Deutschland: Das sagen die Experten zur großen Übernahme

-%
DAX
Trendthema

Der amerikanische Medienzar Rupert Murdoch hat die Eigentumsverhältnisse an Sky Deutschland neu strukturiert. Sein britischer BSkyB-Konzern hat die 57-Prozent Beteiligung der amerikanischen 21st Century Fox – einer weiteren Murdoch-Gesellschaft – übernommen. Die Experten sehen allerdings keinen großen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Aktienkurses.

So hat die Commerzbank die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 7,60 Euro bestätigt. Die Aktionäre des Bezahlsenders sollten die Offerte in Höhe von 6,75 Euro je Papier laut Analystin Sonia Rabussier nicht annehmen. Das Angebot spiegle die Wachstumsmöglichkeiten des Unternehmens nicht wider.

Die NordLB hat das Votum für Sky Deutschland ebenfalls auf „Kaufen“ belassen. Das Kursziel von Analyst Holger Fechner liegt sogar bei 9,00 Euro. Medienunternehmer Rupert Murdoch wolle nach langjährigen Spekulationen nun wohl doch seine Beteiligungen im Bezahlfernsehen neu ordnen. Das Angebot zu 6,75 Euro je Sky-Deutschland-Aktie entspreche lediglich dem gesetzlichen Mindestpreis. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung des Unternehmens dürfte in den kommenden Jahren anhalten. Der Experte erwartet weitere Kurssteigerungen.

Nachbesserung möglich

Zudem hat auch das Analysehaus Independent Research die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 7,70 Euro bestätigt. Das Angebot sei nicht überraschend, da es bereits im Mai erste Übernahmespekulationen gegeben habe, so Analyst Lars Lusebrink. Es sei nicht auszuschließen, dass der Bieter das Angebot wegen der Zukunftsperspektiven des Medienunternehmens und der möglichen Synergien noch nachbessere. Der Experte rät ebenfalls dazu, das Angebot auszuschlagen.

Dabeibleiben

In der Tat ist die Offerte von BSkyB sehr sparsam bemessen. Denn die Zahlen für das erste Quartal 2014 haben gezeigt, dass sich der Bezahlsender weiter auf einem guten Weg befindet. Investierte Anleger sollten das Angebot deshalb nicht annehmen und auf weitere Kursseigerungen nach der Neustrukturierung setzen.

(Mit Material von dpa-AFX)