Mit diesen Aktien profitieren Sie von der US-Wahl!
25.09.2020 Maximilian Völkl

Siemens-Tochter Siemens Energy vor Börsengang - am Montag läutet die Glocke

-%
Siemens

Mit der Eintragung ins Handelsregister hat Siemens die Abspaltung der Tochter Siemens Energy am Freitag vollzogen. Nun werden die gut 700 Millionen neuen Aktien von Siemens Energy an die Altaktionäre verteilt, am Montag sind die Aktien dann erstmals handelbar. Spannung herrscht weiterhin hinsichtlich der Bewertung.

Siemens Energy deckt ein breites Portfolio von konventioneller Kraftwerkstechnik bis hin zu Erneuerbaren Energien ab. Für den Konzern wird es darum gehen zu zeigen, wofür man eigentlich steht.

Hinsichtlich des Börsengangs herrscht soweit Klarheit, dass Anleger je zwei Siemens-Aktien einen Anteil von Siemens Energy eingebucht bekommen. Die Bewertung ist aber noch offen. Experten rechnen mit einem Kurs zwischen 24 und 31 Euro. Im Optimalfall wäre also eine Bewertung von mehr als 20 Milliarden Euro möglich.

Ex-Kapitalmaßnahme

Die Siemens-Aktie wird nach der Abspaltung derweil ex-Kapitalmaßnahme gehandelt. Das bedeutet: Ähnlich dem Dividendenabschlag wird der Wert von Siemens Energy herausgerechnet. Rechnerisch wird der Abschlag der Hälfte des ersten Kurses der Tochter entsprechen.

Siemens selbst wird 35,1 Prozent der Anteile behalten, 9,9 Prozent gehen in den Pensionsfonds des Konzerns. In den kommenden Jahren soll die Beteiligung aber weiter reduziert werden. Bei einem Börsenwert von rund 20 Milliarden Euro und einem Streubesitz von mehr als 50 Prozent könnte Siemens Energy sogar zum DAX-Kandidaten werden – vorausgesetzt, die Kursentwicklung nach der Eigenständigkeit spielt mit.

Siemens (WKN: 723610)

Anleger fiebern der Abspaltung von Siemens Energy schon lange entgegen. Der Konglomeratsabschlag bei Siemens dürfte damit weiter sinken. Die Aktie bleibt auf der Kaufliste des AKTIONÄR.

Bei Siemens Energy sollten Anleger zunächst einmal die erste Kursentwicklung abwarten. Viele Anleger werden sich zunächst von ihren Anteilen trennen. Doch es sollten auch ausreichend Käufer bereitstehen, zumal alleine die 67-Prozent-Beteiligung an Siemens Gamesa rund zehn Milliarden Euro wert ist. Die Resterampe Siemens Energy könnte so noch positiv überraschen.