26.03.2019 Maximilian Völkl

Siemens: Dieser Schritt soll die Wende bringen

-%
Siemens
Trendthema

In der vergangenen Woche kamen erneut Gerüchte über eine Fusion des Gasturbinengeschäfts von Siemens mit Mitsubishi Heavy Industries auf. Doch im schwachen Marktumfeld reichte die erste Euphorie nicht, um die Aktie über die 100-Euro-Marke zu hieven. Dabei arbeitet Siemens hart an einer Lösung für die kriselnde Kraftwerkssparte – auch China rückt wieder ins Visier.

Mit der chinesischen State Power Investment Corp (SPIC) hat Siemens ein „strategisches Partnerschaftsabkommen“ unterzeichnet. Damit soll die Zusammenarbeit in der Kraftwerkstechnik ausgeweitet werden. „Mit dieser Vereinbarung werden beide Parteien von dem zu erwartenden strukturellen Wachstum im chinesischen Stromerzeugungsmarkt profitieren“, sagte Siemens-Chef Joe Kaeser. „Das Abkommen ist ein weiterer wichtiger Meilenstein unserer (…) Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen (…). Das Ziel beider Parteien ist eine langfristige Partnerschaft über den Rahmen der heute angekündigten Vereinbarungen hinaus.“

Turbinenkrise unverkennbar

Bereits im vergangenen Sommer hatten Siemens und SPIC eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei großen Gasturbinen beschlossen. SPIC will selbständig eine eigene chinesische Gasturbine entwickeln, Siemens soll mit seiner technischen Erfahrung dabei helfen. Da China bereits heute einer der wichtigsten Märkte für Gasturbinen ist und auch in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen würde, ist es für Siemens enorm wichtig, mit der kriselnden Sparte hier einen Fuß in der Tür zu haben.

Abwarten

Siemens steckt noch immer mitten im Umbau. Die Kraftwerkskrise drückt auf die Stimmung. Auch wenn der Konzern viel unternimmt, um gegen den Trend zu steuern, sind die Probleme in diesem Geschäft nicht kurzfristiger sondern struktureller Natur. Anleger warten auf neue Impulse aus den zukunftsträchtigen Sparten wie der Digitalen Fabrik oder der Intelligenten Infrastruktur.