8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
05.02.2020 Michel Doepke

Siemens: Die Zahlen sind da!

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Siemens

Die anhaltende Schwäche im Automobil- und Maschinenbausektor hat das Ergebnis des Technologiekonzerns Siemens auch zum Auftakt des Geschäftsjahres 2019/20 belastet. Allerdings kann der DAX-Konzern mit einem Auftragseingang über den Erwartungen der Analysten punkten. Zudem erweitert Siemens den Einfluss bem Windkraft-Unternehmen Siemens Gamesa.

Im Berichtszeitraum erlöste Siemens 20,3 Milliarden Euro. Analysten rechneten mit 20,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis aus dem Industriegeschäft sank im ersten Quartal (per 31. Dezember) um 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. Analysten hatten auch hier mit mehr gerechnet.

Das Ergebnis der digitalen Geschäfte sank dabei um knapp ein Drittel. Dazu belastete der Windanlagenbauer Gamesa, der im ersten Quartal wegen der Verzögerung bei Projekten in die Verlustzone gerutscht war. Wie gestern bekanntgegeben wurde, kauft Siemens einen Minderheitsaktionär aus dem Windkraft-Unternehmen Siemens Gamesa heraus. Für rund 1,1 Milliarden Euro übernimmt der Münchner Konzern die 8,1 Prozent des spanischen Energiekonzerns Iberdrola.

Unter dem Strich betrug der Gewinn knapp 1,1 Milliarden Euro, der damit etwas über dem Vorjahresniveau lag. Der Auftragseingang fiel um 2 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro, lag jedoch damit deutlich über der Prognose von 22,8 Milliarden Euro. Den Ausblick bestätigte der Konzern.

Siemens (WKN: 723610)

Das Marktumfeld für Siemens bleibt rau, die Zahlen dürften für wenige Impulse sorgen. Damit war allerdings nach dem schwachen Abschneiden von Siemens Healthineers und Siemens Gamesa zu erwarten. Anleger sollten mit weiteren Käufen nun warten. Aus charttechnischer Sicht rückt für die Aktie von Siemens jetzt die 200-Tage-Linie wieder nahe. Diese gilt es, unbedingt zu verteidigen, soll sich das charttechnische Bild nicht weiter eintrüben. 

(Mit Material von dpa-AFX)