Im erneut schwachen Marktumfeld knüpft die Siemens-Aktie an die jüngsten Verluste an. Mit einem Minus von knapp vier Prozent ist der Industriekonzern im frühen Handel sogar der größte Verlierer im DAX. Belastend wirken Zahlen des Wettbewerbers ABB, die an der Schweizer Börse sogar für ein Minus von sechs Prozent sorgen.
ABB hat im dritten Quartal zwar beim Umsatz und beim Auftragseingang erneut zweistellig zugelegt und die ohnehin starke Gewinnmarge weiter verbessert. Vor allem das vergleichbare Plus beim Auftragseingang von 40 Prozent, das vor allem auf das starke Geschäft mit Rechenzentren zurückzuführen war, übertraf auch die Erwartungen.
Experten monierten allerdings den Gewinn je Aktie, der laut Berenberg unter den Erwartungen lag. Der Nettogewinn ging zum Vorjahr auch um zwei Prozent zurück. Eine leichte Anpassung der Umsatzprognose nach oben für das Gesamtjahr half da nicht, um für Euphorie bei den Anlegern zu sorgen.
Die ABB-Aktie hatte sich vor allem im ersten Halbjahr 2026 sehr gut entwickelt. Nun wurde die folgende Seitwärtsbewegung aber nach unten verlassen, so dass sich das Chartbild deutlich eingetrübt hat. Siemens hatte lange schwächer performt als der langjährige Wettbewerber. Nun sieht das Bild aber zumindest noch etwas stabiler aus. Dennoch ist auch hier wichtig, dass der Bereich zwischen 250 und 255 Euro nun nicht nachhaltig unterschritten wird.
Von den jüngsten Hochs hat die Siemens-Aktie mittlerweile auch mehr als zehn Prozent korrigiert. Nachdem die ABB-Zahlen keinen neuen Schwung liefern konnten, braucht es nun neue Impulse. Diese sollte spätestens mit den eigenen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) am 12. November kommen. Langfristig stimmen die Aussichten bei Siemens nach wie vor. Aktuell bleibt der DAX-Titel eine Halteposition.
Heute, 09:27
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