23.04.2019 Benedikt Kaufmann

SAP – Was tun vor den Zahlen?

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Am Mittwoch ist es soweit – SAP veröffentlicht die Zahlen zum ersten Quartal. Nachdem CEO Bill McDermott die Aktionäre auf Cloud-Wachstum und bessere operative Margen eingestellt hat, gilt es nun, den Jahresauftakt nicht zu verpatzen. Doch Analysten rechnen mit dem schwächsten Quartal des Jahres.

Aber keine Sorge: Das erste Quartal ist seit Jahren das schwächste. In der Vergangenheit wurden hier nur rund 15 Prozent aller Lizenz- und Cloud-Buchungen erzielt. Zum Vergleich: Im Q4 sind es rund 40 Prozent.

Während der Umsatz daher gegenüber dem Q4 2018 rund 20 Prozent sinken dürfte, sollte gegenüber dem Vorjahresquartal ein Plus von 12,5 Prozent erzielt werden. Die Analysten erwarten einen Umsatz von 5,92 Milliarden Euro.

2018 abhaken

SAP hat zum Jahresauftakt die Chance, ein schwaches 2018 abzuhacken. Die Anleger zeigten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr enttäuscht, dass die operative Marge nicht rasanter zulegte und dass der Ausblick für 2019 ebenfalls kein schnelleres Margenwachstum in Aussicht stellte. Zudem regten sich Bedenken, dass es nicht gelingen könnte, das Cloud-Wachstum beizubehalten. Gelichzeitig schockte SAP einige Anleger mit der Milliarden-Übernahme von Qualtrics.

Nur ein paar Gründe, welche 2018 die Kursentwicklung der SAP-Aktie überschatteten.

Starker Start ins neue Jahr?

Doch die Rallye zum Jahresbeginn zeigt, ein Großteil des negativen Sentiments wurde mittlerweile verarbeitet. Um die Aufwärtsbewegung jetzt nachhaltig fortzusetzen, muss es gelingen die Erwartungen der Geschäftsführung für 2019 zu erfüllen. Erwartet werden ein Abo-Zuwachs in der Cloud von 33 bis 39 Prozent und ein Anstieg des operativen Gewinns um 7,5 bis 11,5 Prozent.

Ein starkes Q1 würde hier die richtigen Signale senden. Anleger bleiben investiert.