Die Sandisk-Aktie kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Mit einem massiven Kurssprung von 14 Prozent feiern Anleger die jüngsten Quartalszahlen. Der Grund dafür ist natürlich die Künstliche Intelligenz. Der Hunger der Tech-Giganten nach Speicherplatz für KI-Anwendungen scheint unersättlich und treibt die Nachfrage nach Chips in neue Höhen.
Sandisk lieferte Ergebnisse, die selbst optimistische Analysten überraschten. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 6,20 Dollar. Damit pulverisierte das Unternehmen die Schätzungen der Experten, die im Schnitt nur mit 3,62 Dollar gerechnet hatten. Auch beim Umsatz übertraf der Konzern mit 3,03 Milliarden Dollar die Prognosen von 2,69 Milliarden Dollar deutlich. Zeitweise notierte das Papier im vorbörslichen Handel sogar über 20 Prozent im Plus.
Preismacht durch Knappheit
Für das kommende dritte Quartal peilt das Management einen Umsatz zwischen 4,4 und 4,8 Milliarden Dollar an. Zum Vergleich: Der Markt hatte bisher lediglich mit 2,93 Milliarden Dollar gerechnet. Noch beeindruckender ist die Gewinnprognose. Sandisk erwartet einen bereinigten Gewinn zwischen 12 und 14 Dollar je Aktie. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was Analysten mit 5,11 Dollar auf dem Zettel hatten.
Experten von Raymond James hoben die Aktie umgehend auf „Outperform“. Das Argument der Analysten: Die Nachfrage wächst rasant, während neues Angebot nur schwer auf den Markt kommt. Sandisk profitiert von einer Verknappung, die es dem Unternehmen erlaubt, die Preise deutlich anzuheben. Besonders das Geschäft mit Rechenzentren boomt und legte im Vergleich zum Vorquartal um 64 Prozent zu.
Sandisk hat sich als einer der großen Gewinner der KI-Revolution positioniert. Die Kombination aus explodierender Nachfrage in Rechenzentren und einem begrenzten Angebot sorgt für eine außergewöhnliche Preismacht. Sandisk ist keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.
Heute, 17:31