Die RWE-Aktie hat sich in den vergangenen Tagen zurück an ihr Jahreshoch gearbeitet. Am Mittwoch ging es gegen den schwachen Gesamtmarkt auf 60,26 Euro nach oben, im Tagesverlauf wurden sogar 60,74 Euro erreicht. Damit rückt die Marke von 62 Euro wieder in Reichweite. Jetzt entscheidet sich, ob RWE den Ausbruch schafft – oder Anleger nach der starken Erholung erst einmal Gewinne mitnehmen.
- Die RWE-Aktie nähert sich dem 52-Wochen-Hoch bei 62 Euro.
- Analysten sehen trotz der Rally weiteres Potenzial bis 75 Euro.
- Die Aktie ist ein Kauf.
Die RWE-Aktie zeigt sich derzeit ungewöhnlich robust. Während der DAX am Mittwoch 1,66 Prozent verlor, legte RWE 1,69 Prozent zu. Zum Handelsschluss standen 60,26 Euro auf der Kurstafel. Das Tageshoch lag bei 60,74 Euro. Das 52-Wochen-Hoch vom April liegt bei 62 Euro.
Damit steht die Aktie unmittelbar vor einer wichtigen charttechnischen Hürde. Ein nachhaltiger Sprung über das April-Hoch würde das Bild weiter aufhellen. Gleichzeitig ist nach dem starken Anstieg seit dem Jahrestief bereits viel Vertrauen im Kurs eingepreist.
Der jüngste Rückenwind kommt von der Analystenseite. Jefferies bestätigte am 9. September die Kaufempfehlung und das Kursziel von 75 Euro. Bereits Anfang September hatte auch Goldman Sachs das Kursziel auf 75 Euro angehoben und RWE auf der Empfehlungsliste belassen.
Das durchschnittliche Kursziel der von Bloomberg erfassten Analysten liegt bei 68,72 Euro. Neun Häuser stufen die Aktie mit „Buy“ ein, ein weiteres mit „Hold“. Damit sehen die Analysen im Schnitt noch rund 14 Prozent Potenzial vom aktuellen Niveau.
Amprion wird zum strategischen Trumpf
Eine zentrale Rolle für die höheren Kursziele spielt Amprion. RWE hat seine Beteiligung am Übertragungsnetzbetreiber auf 55 Prozent erhöht. Für die Investmentstory ist das aus mehreren Gründen relevant.
Der Ausbau der Stromnetze wird durch den steigenden Strombedarf immer wichtiger. Gleichzeitig wächst die Nachfrage durch Rechenzentren, Elektrifizierung und neue Industrieanlagen. RWE kann über Amprion stärker an dieser Infrastrukturentwicklung partizipieren.
Goldman Sachs sieht genau darin einen wesentlichen Grund für die Neubewertung.Aus RWE werde zunehmend ein vertikal integriertes „Powerhouse“ der Versorgerbranche, argumentierte die Bank Anfang September.
Bei RWE stehen die Zeichen auf Ausbruch. Anleger lassen die Gewinne laufen.
Heute, 07:55
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