25.06.2018 Thorsten Küfner

Royal Dutch Shell und BP: Was jetzt zu tun ist

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BP
Trendthema

In der vergangenen Handelswoche hat die OPEC beschlossen, die Fördermengen um täglich 600.000 Barrel zu erhöhen. Mittelfristig könnten es sogar eine Million Barrel mehr werden, sollten die derzeitigen Produktionsprobleme einiger Mitgliedsstatten behoben werden. Was bedeutet dies für die beiden Öl-Blue-Chips?

Die Antwort ist relativ einfach: Eigentlich ändert sich bei den Perspektiven für Shell und BP wenig. Die Entscheidung der OPEC-Staaten plus Russland, die Förderquoten wieder etwas anzuheben, kommt alles andere als überraschend und ist letztlich auch nur ein weiterer Schritt in Richtung Normalisierung des Ölmarktes. Wegen der wohl weiter steigenden Ölnachfrage (sofern die aktuellen Handelskonflikte nicht ausarten) ist das Hochfahren die Produktion angesichts eines ohnehin schon vorherrschenden Nachfrageüberhangs auch sinnvoll.

Ölpreis weiter auf hohem Niveau
Die Ölpreise halten sich weiter auf hohem Niveau. Dies bedeutet für Royal Dutch Shell und BP nichts anderes als eine Lizenz zum Gelddrucken. Die Zahlen für das zweite Quartal dürften daher gut ausfallen und die Dividenden hoch bleiben beziehungsweise womöglich in den kommenden Quartalen sogar wieder angehoben werden.

Anleger sollten daher bei den beiden Blue Chips nach wie vor an Bord bleiben. Die Stoppkurse können bei 24,00 Euro (Shell) und 4,90 Euro (BP) belassen werden.