7 Chancen auf 111 Prozent
19.03.2020 Thorsten Küfner

Royal Dutch Shell: Aktie fast einstellig - Dividendenrendite steigt auf 16,5 Prozent!

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Royal Dutch Shell

Nachdem die Ölpreise auch im gestrigen Handel wieder kräftig unter die Räder geraten sind und neue historische Tiefs markiert haben, ging es auch mit sämtlichen Öl- und Gasproduzenten steil bergab. So fielen die Aktien von Royal Dutch Shell kurzzeitig sogar unter die Marke von 10,00 Euro. Zeit zum Einstieg?

Die aktuelle Bewertung des Energieriesen ist nun natürlich äußerst niedrig. Der Börsenwert liegt weit unter dem ausgewiesenen Eigenkapital. Darüber hinaus besteht weiterhin die Hoffnung, dass Shell seine stolze Tradition fortsetzt. Denn das Unternehmen hat seit 1945 seine Dividende nicht gesenkt.

Würde der Shell-Vorstand die Ausschüttung stabil halten und stattdessen das eher mäßig erfolgreiche Aktienrückkaufprogramm aussetzen, würden den Anteilseignern wieder 1,88 Dollar je Aktie winken. Daraus würde sich auf dem aktuellen Kursniveau eine satte Rendite von 16,5 Prozent errechnen.

Risiken nicht unterschätzen!

Dennoch sollten sich Anleger stets vor Augen halten, dass angesichts des historischen Ölpreisverfalls natürlich das Risiko einer deutlichen Dividendenkürzung besteht. Denn eines ist klar: Auf dem aktuellen Ölpreisniveau verdient Shell im Fördergeschäft (Upstream) kaum etwas. Da nun auch im Downstream-Geschäft (Petrochemie, Raffinerien, Tankstellen) niedrigere Gewinnmargen drohen als in den Vorjahren, dürfte die Aufrechterhaltung der Dividende eine wahre Mammutaufgabe für Shell sein.

Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M)

16,5 Prozent klingen fast wie ein feuchter Traum für jeden Dividendenjäger. Dennoch sollten sich diese bewusstmachen, dass es längst nicht sicher ist, ob Shell auch in dieser äußerst schwierigen Phase an der hohen Dividende festhalten kann. Da der nächste Stichtag für die nächste Quartalsdividende ohnehin erst im Mai ist, besteht kein Zeitdruck. Anleger sollten sich zurücklehnen und vor einem Neueinstieg zunächst noch eine Stabilisierung der Ölpreise abwarten. 

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Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Royal Dutch Shell.