28.09.2019 Marion Schlegel

Roche-Aktie: Was für eine extrem starke Vorstellung – folgt jetzt der große Knall?

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Roche
Trendthema

Der schweizerische Pharmakonzern Roche hat auf dem Onkologie-Kongress ESMO weitere Daten zu seinem Immuntherapeutikum Tecentriq bei der Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs vorgelegt. Eingesetzt als Erstlinientherapie hat Tecentriq demnach das Gesamtüberleben bei bestimmten Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs verbessert.

Dabei hat die Phase-3-Studie IMpower110 gezeigt, dass Roches Tecentriq bei Patienten mit einer hohen PD-L1-Expression, die keine ALK- oder EGFR-Mutationen aufweisen, signifikante Überlebensvorteile erreicht hat. Die Daten werden laut Roche-Mitteilung vom Freitag an die Gesundheitsbehörden weitergegeben, einschließlich der Zulassungsbehörden US Food and Drug Administration (FDA) und der European Medicines Agency (EMA).

Roche legte die aktuellen Daten auf dem derzeit in Barcelona laufenden ESMO-Kongress vor, der noch bis zum 1. Oktober läuft. So lebten Patienten mit der Monotherapie 7,1 Monate länger als jene, die eine Chemotherapie erhalten hatten. Das Gesamtüberleben (OS) beziffert Roche in der Mitteilung auf 20,2 Monate im Schnitt gegenüber 13,1 Monaten bei einer Chemotherapie.

Roche hat in den vergangenen Monaten gleich mehrmals positive News zu Produkten aus seiner Pipeline veröffentlichen können. Dies verdeutlicht, dass der Schweizer Pharmakonzern seine Hausaufgaben gemacht hat und sich im Gegensatz zu vielen anderen Pharmakonzernen ganz klar weiter auf Wachstumskurs befindet.

Kein Wunder, dass die Aktie von Roche derzeit von einem Hoch zum nächsten steigt. Am Freitag hat das Papier den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren erreicht. Das Allzeithoch bei 295,80 Schweizer Franken ist jetzt in unmittelbarer Reichweite. Gelingt Roche der Sprung über diesen wichtigen Widerstand, wäre dies ein massives Kaufsignal. DER AKTIONÄR rät weiter dazu, die Gewinne laufen zu lassen. Schöner Bonus: Die attraktive Dividendenrendite von derzeit mehr als drei Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)