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Rheinmetall: Das kommt überraschend

Rheinmetall: Das kommt überraschend
Foto: CHROMORANGE/Michael Bihlmayer/dpa/picture alliance
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Maximilian Völkl 22.09.2025, 08:58 Maximilian Völkl

Nach dem Rekordhoch in der vergangenen Woche steht bei Rheinmetall die 2.000-Euro-Marke im Fokus. Die Konsolidierung in der Rüstungsbranche im Sommer scheint damit bereits vorüber zu sein, zumal es operativ unverändert gut läuft. Nun scheint ein überraschender weiterer Auftrag hinzuzukommen.

Rheinmetall soll laut einem Bericht der Welt am Sonntag ein marinetaugliches Lasersystem zur Abwehr feindlicher Flugobjekte für die Bundeswehr entwickeln. Demnach soll ein sogenannte Direktvertrag zur Auftragsentwicklung ohne öffentliche Ausschreibung vergeben werden – obwohl zum Beispiel der Rivale Electro Optic Systems (EOS) bereits mit einem leistungsfähigeren System am Markt ist.

Rheinmetall soll nun drei Demonstrationsgeräte bis Ende des Jahrzehnts liefern. Kostenpunkt: rund 390 Millionen Euro. „Für ein für die Marine vorgesehenes Laserwaffensystem läuft derzeit ein Vergabeverfahren. Daher können momentan keine näheren Informationen zu den von Ihnen gestellten Fragen gegeben werden“, hielt sich das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr zunächst bedeckt.

Dennoch gibt es Kritik etwa von Seiten der Grünen. EOS aus Australien habe Tochterfirmen in Europa und die Systeme würden bereits in Schiffen europäischer NATO-Partner eingebaut. Die Bundesrepublik könnte hier angesichts der Verträge nahtlos einsteigen. „Man kann es im Sondervermögen sehen, der Löwenanteil des Geldes, der nicht in die USA gegangen ist, ging an Rheinmetall“, übte Sebastian Schäfer von den Grünen harsche Kritik. Es könne nicht sein, dass Deutschland über solche Projekte versteckt Subventionen betreibe.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Auch wenn es Kritik gibt: Die Entwicklung zeigt, wie wichtig Rheinmetall als Partner für die Bundeswehr ist. Der Konzern wird sich auch in den kommenden Jahren über zahlreiche neue Aufträge freuen können und Umsatz und Gewinn weiter deutlich steigern. Kurse über 2.000 Euro sollten da nur eine Frage der Zeit sein. Die Aktie bleibt ein Kauf.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.

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