Rheinmetall: Scharfer Rücksetzer – das ist der Grund

Rheinmetall: Scharfer Rücksetzer – das ist der Grund
Foto: Karl F. Schöfmann/imagebroker/imago images
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Marion Schlegel 19.08.2024, 08:01 Marion Schlegel

Die Aktie von Rheinmetall hat in den vergangenen Tagen einen ordentlichen Zwischenspurt eingelegt. Am Freitag fehlten nur noch knapp zehn Euro bis zum Rekordhoch vom April dieses Jahres. Analysten werden bei dem Rüstungstitel derweil immer optimistischer. Zuletzt wurden reihenweise die Kursziele weiter nach oben geschraubt. Heute dürfte es aber erst einmal einen Rücksetzer geben.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, will sich Rheinmetall mit einem strategischen Zukauf in den USA verstärken. Der Rüstungskonzern übernimmt den US-Fahrzeugspezialisten Loc Performance. Mit dem Kauf baue Rheinmetall seine Marktposition in Nordamerika aus und stärke die Position im Wettbewerb um volumenstarke Großaufträge in den USA, so Rheinmetall in einer Mitteilung.

Die DZ Bank hat den fairen Wert für Rheinmetall nach der angekündigten Übernahme von 558 auf 645 Euro angehoben. Die Einschätzung der DZ Bank für die Aktie von Rheinmetall lautet weiterhin „Kaufen“. Analyst Holger Schmidt lobte die Transaktion, die aus Bewertungsgründen attraktiv und mittelfristig wertsteigernd sei. Entscheidend bei dem Kauf sei, dass der Rüstungskonzern und Autozulieferer auf einen Schlag massiv die Produktionskapazitäten in den USA vergrößere, zusätzliches Know-how bei Produkten gewinne und den Zugang zum US-Militär verbessere.

Auch Hauck Aufhäuser Investment Banking bleibt zuversichtlich für die Aktie von Rheinmetall. Das Votum lautet weiterhin „Buy“, das Kursziel liegt bei 680 Euro. Analyst Simon Keller stellte heraus, dass der Rüstungskonzern auch abgesehen von Zukäufen in der Lage sei, strategische Partnerschaften einzugehen. Als Beispiele nannte er das Gemeinschaftsunternehmen mit Leonardo und eine intensivierte Zusammenarbeit mit Lockheed Martin.

Zum Wochenstart dürfte die Aktie von Rheinmetall aber erst einmal schwächer notieren. Grund sind die Ukraine-Hilfen. Ein Brief von Finanzminister Christian Lindner an Verteidigungsminister Boris Pistorius und Außenministerin Annalena Baerbock drückt auf die Stimmung. Demnach könnten vorerst keine zusätzlichen Gelder für die militärische Unterstützung der Ukraine mehr freigegeben werden. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch offen. Erste Kurse auf der Handelsplattform Tradegate zeigen ein Minus von fast sieben Prozent auf 525,60 Euro.

Die Aktie von Rheinmetall präsentierte sich zuletzt extrem stark. Das Papier ging am Freitag bei 562,20 Euro aus dem regulären Handel. Damit fehlten nicht einmal mehr zehn Euro bis zum Allzeithoch bei 571,80 Euro, das im April dieses Jahres markiert wurde. Ein Sprung darüber würde ein neues Kaufsignal bedeuten. Nun holt die Aktie aber erst einmal wieder Luft. DER AKTIONÄR bleibt aber zuversichtlich, der Angriff auf das Allzeithoch dürfte damit nur vertagt sein. AKTIONÄR-Leser sind bei der Aktie seit der Empfehlung bei 161,40 Euro dabei. Gewinne laufen lassen!

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