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Rheinmetall mit Übernahme – die Details

Rheinmetall mit Übernahme – die Details
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Rheinmetall AG -%
Marion Schlegel 14.08.2024, 07:04 Marion Schlegel

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat am späten Dienstagabend einen strategischen Zukauf gemeldet. Rheinmetall übernimmt den US-Fahrzeugspezialisten Loc Performance in den USA und baut damit die Position im größten Verteidigungsmarkt der Welt aus. Gleichzeitig wird das Kerngeschäft im Bereich der Landfahrzeuge für militärischen Abnehmer weltweit gestärkt.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Dem vereinbarten Kaufpreis liege ein Unternehmenswert von 950 Millionen Dollar zugrunde, so Rheinmetall. Mit seinen rund 1.000 Mitarbeitern erwirtschaftete Loc Performance beträchtliche und wachsende Umsätze.

Die Akquisition erschließt dem Rheinmetall-Konzern wichtige Fähigkeiten in den USA und versetzt American Rheinmetall Vehicles in die Lage, das US-Verteidigungsministerium effektiver und umfassender zu beliefern, indem das Produktportfolio und die inländischen Fertigungskapazitäten des Unternehmens erweitert werden. Die Investition folgt Rheinmetalls klarer Strategie für Wachstum in den Vereinigten Staaten, die für den Konzern künftig ein bedeutendes Kerngeschäft sein werden.

Durch die Übernahme von Loc Performance weitet der Konzern sein Geschäft mit dem US-Militär aus, vergrößert seine industrielle Basis in den USA und schafft weitere Zugänge für seine Technologien in Nordamerika. Weiterhin stärkt Rheinmetall mit Blick auf angestrebte volumenstarke Großaufträge für Fahrzeugprogramme der U.S.-Armee mit einem Gesamtpotenzial von über 60 Milliarden Dollar seine Fertigungskapazitäten in den USA. So ist Rheinmetall einer von zwei verbliebenen Teilnehmern in der nun laufenden Prototypenphase des Programms XM30. Dieses dient der Einführung einer neuen Generation von Schützenpanzern. Das Volumen ist mit rund 45 Milliarden Dollar für rund 4.000 Schützenpanzer veranschlagt.

Die Aktie von Rheinmetall ging am Dienstag mit leichten Zugewinnen aus dem Handel. Das Papier hatte bereits in den Tagen zuvor deutlich zulegen können und notiert nun nur noch 25 Euro unter dem im April bei 571,80 Euro markierten Allzeithoch. Ein Sprung darüber würde ein neues Kaufsignal bedeuten. AKTIONÄR-Leser sind bei der Aktie seit der Empfehlung bei 161,40 Euro dabei. Gewinne laufen lassen!

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