Die Rheinmetall-Aktie hat sich im Wochenverlauf wieder von ihrem jüngsten 52-Wochen-Tief bei 1.099,20 Euro gelöst. Ein Frieden in der Ukraine ist nach wie vor in weiter Ferne, was die Rüstungsbranche an der Börse wieder in den Fokus rückt. Doch von Seiten der Analysten gibt es auch vermehrt Zweifel an Rheinmetall.
Analystin Chloe Lemarie hat in einer neuen Branchenstudie das Kursziel für den DAX-Konzern von 2.200 auf 1.890 Euro gesenkt. Die Einstufung lautet angesichts eines Kurspotenzials von noch immer rund 55 Prozent aber weiterhin „Buy“. Grundsätzlich seien Landverteidigungssystem für sie noch immer das bevorzugte Untersegment in der Rüstungsbranche, so Lemarie. Die Bedenken hinsichtlich der weiteren Relevanz dieser Produkte seien klar überzogen.
Berechtigt seien die Bedenken schon eher, was die Umsetzung der Vorhaben der Unternehmen angehe. Lemarie kürzte deshalb ihre Bewertungskennziffern und betonte, dass nun dem Auftragseingang bei den Unternehmen eine entscheidende Bedeutung zukomme. Nur so könnte sich bei Rheinmetall oder auch Renk und CSG die Stimmung wieder aufhellen. Angesichts der gesunkenen Bewertung und eines starken Gewinnwachstums bis 2030 könnte der aktuelle Zeitpunkt dann eine attraktive Einstiegsgelegenheit sein.
Erste Zweifel am Produktportfolio von Rheinmetall sollten nicht überbewertet werde. Der Konzern dürfte weiter mit hohem Wachstum punkten und sich auch zunehmend bei neuen Technologien wie der Drohnenabwehr positioniert. Die Aktie ist in der vergangenen Woche aber kurz unter den Stoppkurs des AKTIONÄR gerutscht. Für einen Wiedereinstieg müsste sich das Chartbild weiter aufhellen – und eine Trendwende klarer werden.
Häufige Fragen zur Rheinmetall-Aktie
Was macht Rheinmetall?
Die Defence-Sparte von Rheinmetall zählt nach Unternehmensangaben zu den namhaften Adressen der internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Das Unternehmen ist weltweit tätig und erzielt mehr als zwei Drittel seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Von der Automotive-Sparte will sich der Konzern dagegen trennen.
Zahlt Rheinmetall eine Dividende?
Ja. Rheinmetall zahlt seit Jahren einmal jährlich eine Dividende an die Aktionäre und hat diese dank der explodierenden Gewinne zuletzt auch deutlich gesteigert.
Wie macht sich der Rüstungsboom bei der Aktie bemerkbar?
Rheinmetall war 2023, 2024 und 2025 jeweils einer der zwei stärksten Performer im DAX.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
Heute, 08:04