31.07.2019 Martin Mrowka

Puma überholt im Zwischenspurt den großen Bruder Adidas

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Puma
Trendthema

Die beiden Sportartikel-Konzerne liefern sich gerade ein Wettrennen um das nächste Allzeithoch. Gestern legte Adidas vor, heute hat Puma die Nase vorn. Der kleinere Bruder hat tolle Quartalszahlen präsentiert und erhöht seine Prognosen.

Der Sportartikel-Hersteller hat seinen rasanten Wachstumskurs auch im zweiten Quartal fortgesetzt. Dabei profitierte die Marke mit der Raubkatze von starken Verkäufen in China sowie der Region Amerika. Neue Schuhmodelle sowie die anhaltend robuste Nachfrage nach Textilien ließen Umsatz und Gewinn von Puma deutlich steigen. Konzernchef Björn Gulden zeigte sich daher für das laufende Geschäftsjahr optimistischer und hat die Prognose leicht erhöht.

Der Umsatz soll im laufenden Jahr nun währungsbereinigt um 13 Prozent zunehmen. Bislang war Puma von einem Plus von rund 10 Prozent ausgegangen. Das operative Ergebnis (Ebit) sieht der Konzern nun bei 410 bis 430 Millionen Euro, nach zuvor erwarteten 395 bis 415 Millionen Euro. Puma war bereits mit einem hohen Wachstum in das Geschäftsjahr gestartet.

Im zweiten Quartal nun steigerte Puma das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um fast 40 Prozent auf 80,3 Millionen Euro und schnitt damit besser ab als von Analysten prognostiziert. Das Konzernergebnis verbesserte sich noch deutlicher um fast 60 Prozent auf 49,7 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um knapp 17 Prozent auf gut 1,2 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Wachstum knapp 16 Prozent.

Die Puma-Aktie legte nach den guten Quartalszahlen zeitweise um fast acht Prozent zu und erreichte bei knapp 63 Euro ein neues Rekordhoch. Sie war damit klarer Spitzenreiter im MDAX. Das gute Zwischenergebnis half auch dem großen Konkurrenten Adidas heute aufwärts. Dessen Aktie gehörte im DAX mit einem Tagesplus von rund zwei Prozent auf 285 Euro zu den Tagesgewinnern. Adidas hatte gestern bei 290,25 Euro ein neues Rekordhoch markiert.

Puma (WKN: 696960)

Beide Konzerne sind von der Bewertung her kein Schnäppchen mehr, beide Aufwärtstrends sind jedoch voll intakt. DER AKTIONÄR bevorzugt die weitaus größere Adidas. Wer dabei ist, lässt die Gewinne weiterhin laufen. Einen Stopp sollte man zur Gewinnabsicherung bei 215 Euro setzen.